Durch den Vorstoß der 3 hessischen Minister Dr. Thomas Schäfer, Stefan Grüttner und Tarek Al-Wazir ist mit der Vorlage ihres Konzeptes der "Deutschland-Rente" in den letzten Monaten eine erhebliche Bewegung in die seit Jahren festgefahrene Rentendebatte gekommen. Grund genug für das Zukunftsforum "Finanzplatz Frankfurt" der CDU Hessen (ZFF) sich dieses Themas anzunehmen und mit Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer einen der Initiatoren einzuladen.

Durch die guten Kontakte des Co-Vorsitzenden des ZFF, Herrn Prof. Dr. Wolfram Wrabetz, der als Versicherungsbeauftragter des Landes Hessen fungiert, war es möglich auch den ehemaligen  Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, Walter Riester, und den ehemaligen „Wirtschaftsweisen“ Prof. Hans-Adalbert „Bert“ Rürup, zu einer gemeinsamen Veranstaltung zum Thema „Altersvorsorge statt Altersarmut? - Neue Konzepte in der Rentenpolitik" einzuladen.

Nachdem Dr. Schäfer in einem kurzen Impuls das Konzept der "Deutschland-Rente" vorgestellt hatte, diskutierten die Experten unter der Moderation von Prof. Dr. Wrabetz und Philipp Krohn, Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die Vor- und Nachteile des Konzeptes.

Aus Sicht des hessischen Finanzminsters ist insbesondere die automatische Einbeziehung möglichst vieler Arbeitnehmer ein Vorteil des Konzeptes, die sich nicht aktiv gegen eine Ansparung entscheiden sowie die Verwaltung des Fondsvermögens durch einen staatlichen Anbieter zum Selbstkostenpreis. Der Kritik, dass das Vermögen dann nicht vor dem Zugriff des Staates bei knappen Kassen geschützt sei, hielt er entgegen, dass man diesen Schutz verbindlich verankern wolle und den Fonds so "unabhängig wie die Bundesbank" aufsetzen könne.

Daneben sehe er es als essentiell an, dass die Geldanlage auch zu einem hohen Teil in Aktien vorgenommen werden darf, da so im langfristigen Vergleich Renditen von ca. 5% p.a. zu erzielen gewesen seien.

Dabei solle die "Deutschland-Rente" keine bestehenden Angebote wie Riester- oder Rürup-Veträge verdrängen, sie aber sinnvoll ergänzen.

So könnten private Anbieter angespornt werden, Konkurrenzprodukte anzubieten, und "Konkurrenz sei so nicht nur gut für das Geschäft, sondern damit auch für die Altersvorsorge".

 

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