Hessens Innenminister Peter Beuth hat beim 59. Bundeswettbewerb des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) der Bereitschaften die besonderen Leistungen der Erste-Hilfe und Sanitätsdienste gewürdigt und die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements im deutschen Katastrophenschutz gewürdigt.

Leistungsfähigkeit von Ersthelfern

„Der Bundeswettbewerb demonstriert auf eindrückliche Weise die besondere Leistungsfähigkeit und die herausragenden Fertigkeiten unserer Ersthelfer. Hier messen sich echte Lebensretter in den Disziplinen Notfallmedizin, Katastrophenschutz und Teamwork. Aus dem Wettstreit gehen die ‚besten Retter Deutschlands‘ hervor. Doch nicht nur die Wettbewerbssieger sind Helden: Denn alle Teilnehmer stehen tagtäglich bereit, um ihren Mitmenschen in Notlagen zu helfen. Das können wir nicht hoch genug würdigen. Mit der umfangreichen Förderung des ehrenamtlichen Engagements drückt die Landesregierung allen Engagierten ihren Dank und ihre Wertschätzung aus“, sagte Innenminister Peter Beuth.

23.000 Helferinnen und Helfer

Die Sicherung des Katastrophenschutzes in Hessen wird fast ausschließlich von ehrenamtlich tätigen Personen wahrgenommen. 23.000 Helferinnen und Helfer in mehr als 680 Einheiten sowie über 3.300 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) sind zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger aktiv. Sie leisten auch unterhalb der Katastrophenschwelle einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung des integrierten Hilfeleistungssystems im Land.

Engagement für Ehrenamtsförderung

Hessen hat sein Engagement im Bereich der Ehrenamtsförderung in den vergangenen Jahren weiter vorangetrieben. Eine Vielzahl von Programmen und Projekten wurden umgesetzt, mit denen das Ehrenamt und damit die Bereitschaft sich zu engagieren maßgeblich gestärkt wurde.

Bereits seit dem Jahr 2016 fördert das Hessische Innenministerium in Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrverband Hessen sowie den Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz den Austausch zwischen Unternehmen und den Organisationen im Katastrophenschutz mit der Initiative „Wirtschaft trifft Blaulicht“. Ziel ist die bessere Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf durch verbesserte Bedingungen für Arbeitgeber und -nehmer. Auf dieser Initiative basiert nun auch die neue Kampagne „1+1=2 – Eine starke Verbindung“. Mit dieser will das Land die Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf stärken, aber auch unterstreichen, welchen besonderen Mehrwert ehrenamtlich engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre Arbeitgeber haben. Die Kampagneninhalte insbesondere der Kampagnenfilm stehen den Feuerwehren und Hilfsorganisationen online zur Verfügung.

Erhöhung der Anerkennungsprämie

Zur Förderung des Katastrophenschutzes gehören darüber hinaus neue Ehrungsmöglichkeiten, die Erhöhung der Anerkennungsprämie sowie die Ausweitung der daran berechtigten Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz. Ein neuer Unfallentschädigungserlass garantiert den Helferinnen und Helfern im Katastrophenschutz eine Unfallentschädigung vom Land. Neben der Durchführung von Landeshelferpartys verleiht das Hessische Innenministerium seit 2017 den Hessischen Katastrophenschutzpreis, der für besonderes ehrenamtliches und gesellschaftliches Engagement verliehen wird.

Das Land hat den Katastrophenschutz in einer auch im Ländervergleich beispielhaften Kraftanstrengung in den vergangenen Jahren mit modernsten Einsatzmitteln ausgestattet. Seit dem Jahr 2008 bis zum Ende des laufenden Jahres wird das Land Hessen rund 66 Millionen Euro investiert haben. In dieser Zeit konnte die Zahl der Landesfahrzeuge im Katastrophenschutz von 278 auf über 660 mehr als verdoppelt werden.

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