Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat in Wiesbaden das Gütesiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber Land Hessen“ und das Gütesiegel „Familienfreundliche Hochschule Land Hessen“ verliehen. Erstmals wurden mit Geisenheim, Bensheim, Marburg, Pfungstadt und dem Landkreis Fulda hessische Kommunen zertifiziert, die sich als Arbeitgeber noch stärker für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzen möchten.

„Nicht nur in Zeiten von Corona zeigt sich, wie Arbeitgeber mit Rücksicht und Verständnis flexibel auf die persönlichen Umstände ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingehen können. Bereits seit 2014 zeichnet das Land Hessen daher Dienststellen und Hochschulen mit dem Gütesiegel ‚Familienfreundlicher Arbeitgeber‘ aus. Sie engagieren sich strukturell für eine ausgewogene Balance zwischen Familie und Beruf ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dass sich erstmals auch fünf hessische Kommunen auf den Weg gemacht haben, diesen Anspruch konsequent umzusetzen, ist ein Zeichen für die zunehmende Bedeutung des Themas“, so Innenminister Peter Beuth.

Hessische Landesdienststellen haben schon seit 2014 die Möglichkeit im Rahmen des Gütesiegels ihre Familienfreundlichkeit unter Beweis zu stellen. Seitdem haben über 270 Zertifizierungen stattgefunden, in denen Dienststellen erstmals oder erneut ausgezeichnet wurden. Alle teilnehmenden Häuser eint, dass sie sich der Führungskultur und der internen Kommunikation widmen. Jede teilnehmende Dienststelle und Kommune hat sich hierfür in Zielvereinbarungen selbst verpflichtet.

„Wer für Hessen arbeitet erbringt nicht nur Top-Leistungen für seine Mitmenschen und unser Land, sondern ist auch bei einem besonders attraktiven Arbeitgeber beschäftigt, der sich um die Belange seiner Bediensteten kümmert. Auch mit den Gütesiegeln des Landes untermauern wir dies“, so der Innenminister.

Gute Bezahlung mit besten Perspektiven

Hessen bietet seinen Beschäftigten einen eigenen Hessentarif, der zuletzt ein Lohnplus von acht Prozent für 33 Monate bringt. Dieses Ergebnis wurde auch eins zu eins auf die Beamtinnen und Beamte des Landes übertragen. Tarifbeschäftigte des Landes Hessen genießen traditionell eine Reihe von kinderfreundlichen und leistungsorientierten Regelungen. Viele dieser Regelungen dienen auch der Fachkräftegewinnung und -bindung, damit das Land Hessen im Wettbewerb um die besten Köpfe bestehen kann. Insgesamt bietet der Hessentarif mehr als 150 Abweichungen, die es bei der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) nicht gibt. So wurde zum Beispiel im Hessentarif der kinderbezogene Zuschlag für Neubeschäftigte nie gestrichen, sondern mit den Gewerkschaften die Einführung einer Kinderzulage vereinbart, die auch für Azubis und Praktikanten gilt. Nur in Hessen erhalten die Beschäftigten pro Kind und Monat eine Zulage von 100 Euro und ab dem dritten Kind sogar 150 Euro. Mit dem LandesTicket Hessen können alle Landesbeschäftigten seit 2018 die Leistungen des öffentlichen Nah- und Regionalverkehrs im gesamten Bereich des Landes Hessen nutzen, unabhängig von der Strecke Wohnort-Dienstort und einschließlich diverser Mitnahmemöglichkeiten für Angehörige.

Die 38 ausgezeichneten Dienststellen/Hochschulen sind:
siehe Abbildung

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