Die Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus besuchte heute im Rahmen der Sommerreise das interaktive Museum „Viseum“ in Wetzlar. Die mittelhessische Stadt an der Lahn ist eines der bedeutendsten Industriezentren für Optik und Feinmechanik Deutschlands. Und genau dort investieren auch zahlreiche Unternehmen der Branche in die Zukunft. Sie begeistern mit Exponaten und Ideen junge Menschen mit dem inzwischen beliebten und über die Grenzen Wetzlars hinaus bekannten Lern- und Erlebnisort, der zum Sehen, Staunen, Forschen und Experimentieren einlädt.

Viseum

„Das Viseum bietet die Möglichkeit, sich den Themen Optik und Feinmechanik und damit auch den MINT-Themen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu nähern“, so die Ministerin. „MINT-Berufe sind ein zentraler Teil der wirtschaftlichen Zukunft und daher wichtig für die Herausforderungen der Digitalisierung. Für den Wirtschaftsstandort Mittelhessen sind sie von erheblicher Bedeutung. Mein Anliegen ist es daher, noch mehr junge Menschen für mathematisch-technische Themenfelder zu interessieren und insbesondere Frauen und Mädchen zu ermutigen, sich dafür zu begeistern. Das Viseum zieht Jung und Alt in seinen Bann und zeigt, dass Lernen großen Spaß machen kann. Mit dem Kulturprogramm JUNIOR, initiiert vom Viseum Wetzlar, den städtischen Museen und dem Jugendbildungswerk der Stadt Wetzlar, werden Kindern und Jugendlichen Erfolgserlebnisse durch kreatives Tun ermöglicht – das sind beste Voraussetzungen für einen bleibenden Eindruck und den Abbau von Berührungsängsten“, so Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus.
Oberbürgermeister Manfred Wagner betonte, dass es ein großes Anliegen der Stadt sei, aus Tradition hervorgegangene Markenzeichen weiter auszubauen. Mit der stetigen Weiterentwicklung des Optik- und Feinmechanikstandortes Wetzlar sei auch der weitere Ausbau des Viseums verbunden. Aus dem beliebten Museum in der Wetzlarer Altstadt soll in den kommenden Jahren ein modernes Science Center und damit „Schaufenster der Wirtschaftsregion“ werden.

Projekt „MINT- Die Stars von Morgen“

Die Hessische Landesregierung möchte langfristig den Anteil an weiblichen Akteuren in der IT-Branche und technischen Berufen erhöhen und setzt sich für den Abbau von Vorurteilen und Klischees bei der Berufswahl ein.
Im Projekt „MINT- Die Stars von Morgen“ für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8 bis 10 werden gezielt Veranstaltungen und Workshops und Berufsorientierung angeboten – gefördert mit Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen und der Europäischen Union - Europäischer Sozialfonds sowie durch die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit.

Veranstaltungsreihe „Women Go Digital – let´s talk about IT“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Women Go Digital – let´s talk about IT“ der Hessischen Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung sollen insbesondere Mädchen und Frauen ermutigt werden, in den IT-Bereich einzusteigen, um so die Digitalisierung und die digitale Zukunft aktiv mitzugestalten. Indem Akteure aus allen Bereichen sensibilisiert werden, soll das Thema stärker ins Bewusstsein der Menschen gelangen.

„Die Herausforderungen der Digitalisierung im Bereich Schule und Lernen lagern auf verschiedenen Ebenen“, so die Ministerin. So müsse zuvorderst die notwendige Infrastruktur hergestellt werden, ebenso wie die Ausstattung der Schulen, der Lehrenden und Lernenden. Bereits 2019 (vor der Corona-Pandemie) wurde das Programm „Digitale Schule Hessen“ aufgelegt. Zum Verleih an die Schülerinnen und Schüler wurden rund 87.000 mobile Endgeräte beschafft, für die Lehrerinnen und Lehrer knapp 60.000 bestellt und knapp 42.000 bisher geliefert.

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