Sportminister Peter Beuth hat das Haverhill-Bad in Ehringshausen besucht und der Gemeinde eine Förderung in Höhe von 251.000 Euro übergeben.

Schwimmbäder modernisieren und erhalten
„Die Landesregierung baut zwar keine eigenen Schwimmbäder, aber mit SWIM erleichtern wir den Kommunen und Vereinen, sich für Maßnahmen zu entscheiden und so Bäder wie hier in Ehringshausen zu modernisieren und zu erhalten. Das Hallenbad wird behindertengerechter und noch attraktiver für ältere Menschen sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Durch die energetische Sanierung der Gebäudehülle wird das Bad zudem umweltfreundlicher und im Betrieb kostengünstiger. Ich bin mir sicher, dass mit dem renovierten Bad noch mehr Besucherinnen und Besucher die Schwimmstätte aufsuchen werden“, so Sportminister Peter Beuth.

Das in den 1970er Jahre errichtete Haverhill-Bad in Ehringshausen wird jährlich von über 30.000 Schwimmerinnen und Schwimmer besucht. Vor allem einige Schulen und Vereine in der Umgebung sowie die örtliche DLRG-Ortsgruppe nutzen das Schwimmbad für ihre Zwecke. Das Bad hat ein 25 Meter Becken mit fünf Bahnen und kann in einen Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich unterteilt werden. Die Anlage verfügt weiter über ein separates Kinderbecken mit Rutsche.

Am Haverhill-Bad wird unter anderem die Außenfassade samt Fenster, das Dach sowie die Deckenverkleidung erneuert und damit energetisch saniert. Zudem werden alte Leuchtstoffröhren durch moderne LEDs ersetzt und insbesondere für ältere und Menschen mit Behinderung ein barrierefreier Zugang zum Bad und den Umkleiden geschaffen.

Mit HAI wurden bereits 105 Hallenbäder saniert
Die Landesregierung hatte in den Jahren 2007 bis 2012 im Rahmen des Hallenbad-Investitionsprogramms (HAI) bereits insgesamt 105 Hallenbäder mit Landesmitteln in Höhe von insgesamt rund 45 Millionen Euro bezuschusst. Mit SWIM will das Land die Schwimmbadinfrastruktur erhalten und weiter unterstützen. Hessische Landkreise, Städte, Gemeinden und deren öffentlich-rechtliche Unternehmen sowie Zweckverbände können sich für das Förderprogramm bewerben. Darüber hinaus sind auch gemeinnützige Sportverbände und -vereine sowie Fördervereine und andere gemeinnützige Institutionen antragsberechtigt. Förderziel ist es zukunftsfähige und wirtschaftlich sinnvolle Sportstätten zu fördern. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf Maßnahmen, welche die Betriebskosten und insbesondere den Energieverbrauch senken. Wichtig ist zudem, dass die Schwimmbäder Schulschwimmen oder Schwimmkurse anbieten. Wenn ein kommunaler Sportstättenentwicklungsplan vorliegt, wird dies ebenfalls bei der Prüfung einer Fördermöglichkeit berücksichtigt. Zur zielgerichteten Strukturierung der Förderung ist eine Aufnahme der Maßnahme auf eine Prioritätenliste des Landkreises bzw. der kreisfreien Stadt notwendig.

Hintergrund

Die Hessische Landesregierung stellt für 2020 insgesamt fast 59 Millionen Euro für die Sportförderung bereit. Insgesamt investiert die Landesregierung 2020 knapp 20 Millionen Euro in den reinen Sportstättenbau und -sanierung. Seit 2019 stehen jährlich jeweils zehn Millionen Euro für Investitionen in die Infrastruktur der hessischen Schwimmbäder zur Verfügung.

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