„Der Hessentag als das älteste und größte Landesfest in Deutschland ist seit 1961 auch ein Treffpunkt der deutschen Heimatvertriebenen. Am ‚Tag der Vertriebenen‘ mit traditionellen Volkstumsnachmittag des Bund der Vertriebenen wird seit jeher altes Brauchtum aus den ehemaligen Vertreibungsgebieten und Hessen erhalten und in den Mittelpunkt gestellt. Regionale Traditionen, Brauchtümer und Trachten zu pflegen und zu bewahren ist identitätsstiftend und gibt Halt. Diese Eindrücke und Emotionen verstärken die Solidarität mit den Vertriebenen und führen uns die Bedeutung von Frieden, Sicherheit und Heimat deutlich vor Augen. Der Bund der Vertriebenen und die teilnehmenden Gruppen leisten hierbei hervorragende Gedenk und Kulturarbeit, welche die Erinnerung an die Vertreibungsgebiete sowie das Geschehen von Flucht und Vertreibung wachhält. Das Schicksal der Vertriebenen mahnt uns gegenwärtig und auch für die Zukunft zum Frieden“, betonte Innenminister Peter Beuth.

Getreu dem Motto „Hesse ist, wer Hesse sein will“ des früheren hessischen Ministerpräsidenten Georg August Zinn wurden im Jahre 1961 die Hessentage als ein "Fest der Einheit in Vielfalt" ins Leben gerufen. Ziel dieser Veranstaltung war zunächst, Alteingesessene und Zuwanderer zusammenzubringen und den zahlreichen Heimatvertriebenen und Flüchtlingen ein Gefühl für ihr neues Zuhause zu geben. Heute steht vermehrt die Präsentation des Brauchtums, insbesondere die große Vielfalt an Trachten, die es in Hessen gibt, sowie die Trachten der Neubürger, die nach 1945 nach Hessen gekommen sind, im Vordergrund.

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