Die Hessische Europaministerin Lucia Puttrich besucht vom 3. bis 5. Juli die hessische Partnerregion Wielkopolska in Polen. Sie wird von Abgeordneten des Hes­sischen Landtags begleitet. „Im nächsten Jahr feiern wir das zwanzigjährige Bestehen unserer Partnerschaft. In dieser Zeit haben sich ein regelmäßiger Austausch und eine intensive Zusammenarbeit entwickelt. Mein Besuch dient der Kontaktpflege. Wir wollen weitere Kooperationsmöglichkeiten ausloten und unser Partnerschaftsjubiläum vorberei­ten“, sagte Lucia Puttrich am Dienstag in Wiesbaden.

Verbindung nach Polen: Eine ganz besondere Rolle

In Poznań, der Hauptstadt der Wielkopolska, wird die Hessische Europaministerin mit Marek Woźniak zusammentreffen, dem Marschall der Woiwodschaft. Weiter geplant sind ein Gespräch mit Katarzynka Kierzek-Koperska, stellvertretende Oberbürgermeisterin von Poznań, ein Besuch bei der Jüdischen Gemeinde von Poznań und ein Besuch an der Technischen Universität. „Mit unseren verschiedenen Regionalpartnerschaften ha­ben wir ein Band durch ganz Europa geflochten. Neben den Kontakten nach Italien und Frankreich spielt die Verbindung nach Polen eine ganz besondere Rolle. 30 Jahre nach dem Mauerfall und 15 Jahre nach der EU-Osterweiterung spüren wir, dass es bei vielen Themen noch immer unterschiedlichen Sichtweisen gerade zwischen dem alten Westeuropa und den neu hinzugekommenen Staaten gibt. Mit unserem fortgesetzten Dialog möchte ich dazu beitragen, dass daraus keine Spaltung wird“, fasst Staatsmi­nisterin Puttrich die Ziele ihres Besuchs zusammen.

Hintergrund

Hessen unterhält in der Europäischen Union Regionalpartnerschaften in die Nouvelle Aquitaine (Frankreich), in die Emilia Romagna (Italien) und in die Wielkopolska (Polen). Die Verschwisterung mit der Wielkopolska wurde am 7. Dezember 2000 geschlossen. Alle vier Regionen arbeiten in Brüssel unter dem Dach des Mehr-Regionen-Hauses. Wei­tere europäische Partnerschaften bestehen mit der Provinz Bursa (Türkei) und dem Oblast Jaroslawl in Zentralrussland. Eine Regionalpartnerschaft zur Autonomen Provinz Vojvodina (Serbien) ist geplant.

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