Die Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern haben am Montagabend beschlossen, dass Impfungen für Zwölf- bis 17-Jährige in allen Impfzentren angeboten werden sollen und ab Herbst die dritte Impfung für besonders gefährdete Gruppen angeboten wird. „Wir werden die Beschlüsse der Gesundheitsministerkonferenz in Hessen selbstverständlich umsetzen. In einigen hessischen Impfzentren können sich Kinder und Jugendliche der genannten Altersgruppe bereits kostenlos impfen lassen. Das soll bald in allen möglich sein. Bei den Kinder-, Jugend- und Hausärzten ist es ebenfalls bereits möglich. Ein besonderes ärztliches Aufklärungsgespräch und Begleitung bzw. mindestens die Zustimmung der Sorgeberechtigten ist notwendig“, sagten Ministerpräsident Volker Bouffier und Gesundheitsminister Kai Klose im Nachgang der Gesundheitsministerkonferenz.

Bouffier und Klose wiesen zugleich darauf hin, dass dort, wo es möglich ist, auch niedrigschwellige Impfangebote umgesetzt werden können.

Auch die beschlossenen Auffrischungsimpfungen für besonders vulnerable Gruppen trage Hessen mit. „Wir werden alles tun, damit insbesondere Ältere und Personen mit Vorerkrankungen und Immunschwäche ab September 2021 ein erneutes Impfangebot bekommen. Für diese Personengruppen ist das Risiko eines nachlassenden Impfschutzes sehr hoch“, erklärte Gesundheitsminister Klose. Diese Impfungen sollen durch die jeweils behandelnden Ärzte vorgenommen werden und mit einem der beiden mRNA-Impfstoffe erfolgen.

Engagement über die hessischen Grenzen hinaus
Hessen werde sich außerdem dafür einsetzen, dass die aktuellen Beschlüsse auf der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 10. August für alle Länder generell umgesetzt werden, betonte Ministerpräsident Bouffier.

„Obwohl die Inzidenzen gerade vergleichsweise niedrig sind, müssen wir weiterhin achtsam sein und uns an die bekannten Regeln halten. Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorüber und je mehr Menschen sich impfen lassen, desto größer ist die Chance, dass sich das Virus nicht erneut großflächig ausbreitet. Deshalb lassen Sie sich impfen, das ist gelebte Solidarität und schützt uns alle“, appellieren Bouffier und Klose abschließend.

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