Wiesbaden ist geprägt von einem dichten Netz privater Stiftungsarbeit. Heute hat Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz einer dieser Stiftungen, der Hubert-und-Loretta-Schuld-Stiftung, einen Förderbescheid aus Lottomitteln über 2.000 Euro übergeben. Mit dem Geld wird der Druck einer Broschüre für das Buchprojekt „Nicht irgendwo, sondern hier bei uns. Nationalsozialismus, Schoa und Antisemitismus heute“ finanziert.

Sensibilisierung für Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit
Bei der Überreichung dankte der Minister dem Ehepaar für sein Engagement und erklärte: „Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit sind nichts Abstraktes, sondern finden Tag für Tag ganz konkret statt. Junge Menschen über die eigene Geschichte aufzuklären und sie für die gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart zu sensibilisieren, bleibt deshalb eine fortwährende Aufgabe nicht nur der Elternhäuser, sondern auch unserer Schulen. Denn Judenhass und Ausgrenzung haben weder dort noch an anderer Stelle in unserer Gesellschaft Platz.“

Fokus auf der Unterstützung junger Menschen
Die im Jahr 2012 gegründete Stiftung hat sich der Förderung von Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur und der Jugendhilfe verschrieben. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Unterstützung junger Menschen, die in Wiesbaden wohnen oder zur Schule gehen. Neben Buchprojekten beteiligt sich die Stiftung auch an der Schreib- und Leseförderung geflüchteter Kinder und bringt Grundschülerinnen und Grundschülern gemeinsam mit dem Stadtmuseum am Markt die Wiesbadener Geschichte näher. „Nur wer die Geschichte seiner Stadt und der Menschen, die in ihr leben, kennt, kann sich mit ihr identifizieren und sie voranbringen“, ergänzte der Minister. „Je früher man Schülerinnen und Schülern ein Gespür für unsere wechselvolle Geschichte vermittelt, desto besser finden sie sich in unserer Gesellschaft zurecht. Ich danke Ihnen, liebe Familie Schuld, deshalb sehr für Ihr Engagement und wünsche Ihrer wichtigen Stiftungsarbeit auch künftig viel Erfolg!“, so Lorz abschließend.

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