Nachdem unter der Woche bereits weitreichende Entscheidungen zur Digitalisierung der Schulen in Deutschland getroffen wurden, stand auch der heutige Tag ganz im Zeichen neuer Unterrichtsmaterialien und Lernformate: Als Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK) besuchte Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz Europas größte Bildungsmesse, die didacta in Köln, und informierte sich über neueste Trends und Ideen für einen guten Unterricht. „Wer Schülerinnen und Schüler fit für die Zukunft des Lernens machen will, muss mit der Zeit gehen. Das gilt in besonderem Maße für unsere Lehrkräfte, die bei allem technischen Fortschritt essenziell für die Vermittlung von Wissen sind und bleiben“, brachte der Minister zum Ausdruck.

Verleihung und Auszeichnungen für Verlage

Die Messe findet jährlich an wechselnden Ausstellungsorten statt. Bereits am Dienstag zeichnete der Minister Verlage in der Kategorie „Bestes Schulbuch“ aus. Bei einer Podiumsdiskussion unter dem Motto „Gutes Deutsch – Bessere Chancen“ diskutierte er zudem mit der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Dr. Hubig, dem Vorsitzenden der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt, Prof. Dr. Kaehlbrandt, sowie der Schulleiterin der Eichendorffschule Offenbach, Alma Obradovac, zur Stärkung der Bildungssprache Deutsch, die in diesem Jahr das Schwerpunktthema der hessischen KMK-Präsidentschaft darstellt.

Innovative Ideen für einen europaweiten Austausch

Den Abschluss bildete die Verleihung des Deutschen eTwinning-Preises, der Schulen prämiert, die sich mit innovativen Ideen für einen europaweiten Austausch einsetzen. „Digitale Plattformen für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler zum Austausch über Unterrichtsmethoden und Inhalte ergänzen auf sinnvolle Weise das bestehende Bildungsangebot. Eine dieser Plattformen, eTwinning, vernetzt europaweit Schulen und bietet ihnen die Möglichkeit zur Entwicklung gemeinsamer Lernaktivitäten“, so Lorz. In der Praxis werde eTwinning häufig im Fremdsprachenunterricht genutzt. Kinder und Jugendliche hätten auf diese Weise die Möglichkeit, mit ihren Altersgenossen in Europa direkt und persönlich zu kommunizieren. „Jenseits von Onlinediensten wie Facebook oder WhatsApp verfolgen wir die Strategie, unsere Schulen bei der Nutzung digitaler Kommunikationsmittel zu unterstützen und sie über die Chancen und Risiken aufzuklären. Und dabei können Formate wie eTwinning einen wichtigen Beitrag leisten, gerade weil sie von Lehrkräften betreut werden, die sich in Fortbildungen intensiv mit Datenschutz und Internetsicherheit auseinandersetzen“, hielt Lorz abschließend fest.

Links:
Weitere Informationen zur Messe und den einzelnen Themengebieten

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag