„Wir haben dem Finanzamt in Bensheim nicht nur eins draufgesetzt, sondern es gleich um zwei Stockwerke erhöht. Schließlich brauchen mehr Beschäftigte auch mehr Platz. In Bensheim ist gut und erfreulich schnell zu sehen, was es heißt, Arbeit zu den Menschen und in die Heimat zu bringen“, sagte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer heute bei der Einweihung neuer Räume im Finanzamt Bensheim. Der Erweiterungsbau des Amtes wurde vom Vermieter innerhalb nur weniger Monate um zwei Stockwerke aufgestockt. Rund 700 m² zusätzliche Büro- und Arbeitsfläche stehen den Beschäftigten nun zur Verfügung stehen. „Wir verlagern Arbeit in die Heimat unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ersparen vielen von ihnen somit Zeit, Stress und Geld beim Pendeln. In Bensheim kamen so 36 Dienstposten und somit gut 40 Arbeitsplätze an. Mein Dank gilt nicht nur unserem Vermieter für die unkomplizierte Zusammenarbeit. Ich möchte ganz besonders den Beschäftigten in Bensheim danken, die in den vergangenen Monaten eng zusammengerückt sind, um die neuen Kolleginnen und Kollegen aufzunehmen. Auch das gehört für mich zur Heimat: füreinander da zu sein.“

36 zusätzliche Dienstposten

Arbeit zu den Menschen und in die Heimat bringen heißt für Bensheim konkret: 36 zusätzliche Dienstposten mit attraktiven Vergütungen und sehr guten Möglichkeiten zur Personalentwicklung konnten mit Beginn des Jahres 2018 besetzt werden. Zu diesem Termin übernahm das Finanzamt Bensheim die Bearbeitung der Körperschaftsteuerfälle, die bis dahin im Finanzamt Darmstadt bearbeitet wurden. Auch die dazugehörige Betriebsprüfung wurde vom Finanzamt Darmstadt nach Bensheim verlagert.

Optimale Bedingungen für ein hohes Niveau

„Ich bin sehr glücklich, dass wir heute unsere neuen Büroräume offiziell einweihen. Wir haben jetzt wieder optimale Bedingungen, um weiter auf hohem Niveau zu arbeiten. Wir sind alle hoch motiviert und das Amt ist sehr gut aufgestellt. Wir würden uns deshalb freuen, bei künftigen Strukturmaßnahmen auch wieder als Finanzamt in einer ländlichen Region aufgabenaufnehmend mit zu wirken. Es gibt eine Menge guter Gründe, den Standort Bensheim weiter zu stärken!“, sagte Rolf Gerber, Vorsteher des Bensheimer Finanzamtes.

Martin Odenwald vom Vermieter Patrizia sagte: „Wir freuen uns, dass wir an dieser Stelle, gemeinsam mit einem unserer Großmieter, eine erfolgreiche Flächenerweiterung umsetzen und den Standort damit langfristig sichern konnten. Unseren besonderen Dank möchten wir hier an die involvierten Firmen, Bauleiter, Projektsteuerer und vor allem auch an den Nutzer selber richten. Nur durch die sehr gute Kommunikation und Abstimmung vor Ort konnte die Aufstockung so ´geräuschlos` umgesetzt werden. Die Aufstockung des Finanzamts ist das beste Beispiel dafür, dass durch eine transparente vertrauensvolle Kommunikation und durch strategische Abstimmungen mittel- bis langfristige Wertschöpfungspotentiale geschaffen werden können, welche für alle Beteiligten Parteien zu einer win-win Situation führen. Wir betrachten die Aufstockung als Start- bzw. Pilotprojekt und würden uns freuen, wenn wir mit unserem Mieter weitere gemeinsame Ansätze entwickeln und umsetzten können.“

Stärkung für den Standort

Der Bürgermeister der Stadt Bensheim, Rolf Richter, war ebenfalls bei der Einweihung im Finanzamt Bensheim: „Jede Stärkung des Finanzamts in Bensheim ist auch eine Stärkung für den Standort selbst. Die Entwicklung ist nicht nur für die hier arbeitenden Menschen positiv, sondern auch für alle, die weiterhin den kurzen Weg zum Finanzamt nutzen können. Insofern freut mich der heutige Anlass sehr.“

„Als Landrat unterstütze ich die Strukturreform der Hessischen Steuerverwaltung, denn sie passt nicht nur in unsere Zeit, sondern sie orientiert sich vor allem auch an den Bedürfnissen der Menschen. Dank dieser Reform sind die Behörden nicht mehr nur zentral in Großstädten oder Ballungszentren zu finden, sondern dezentral. Sie rücken damit in die unmittelbare Nähe der Bürgerinnen und Bürger. Davon profitieren gerade ländlich geprägte Regionen, wie der Kreis Bergstraße“, sagte der Bergsträßer Landrat Christian Engelhardt.

Weitere Verlagerungen der Körperschaftssteuerbearbeitung in der Umsetzung

„Bensheim geht mit gutem Beispiel voran. Daher werden weitere Ämter den gleichen Weg gehen: Die Finanzämter Gelnhausen, Marburg-Biedenkopf und Groß-Gerau werden einen Teil der Bearbeitung der Körperschaftsteuer und einen Teil der Betriebsprüfung von anderen, größeren Finanzämtern übernehmen. Bensheim macht Schule“, sagte Finanzminister Schäfer.

Das ist Arbeit zu den Menschen und in die Heimat bringen

„Arbeit in die Heimat und zu den Menschen bringen: Das möchte ich mit der Reform unserer Steuerverwaltung erreichen. Dabei sollen mittel- und langfristig alle Finanzämter im ländlichen Raum gestärkt und aufgewertet werden – mit 750 Arbeitsplätzen. Wir bündeln Aufgaben und vergeben sie gezielt an Ämter abseits der Zentren. Die Verwaltung gewinnt durch die Zentralisierung weiter an Effektivität, die den Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstehen neue Beschäftigungs- und Karrieremöglichkeiten. Ganz praktisch heißt das auch: Beschäftigte können oft näher am Wohnort einen attraktiven Arbeitsplatz finden und müssen weniger weit pendeln. Und das 750-mal in ganz Hessen“, sagte Finanzminister Schäfer.

„Die Rückmeldungen unserer Beschäftigten zeigen, dass sie auf solch ein Zeichen nur gewartet haben. Es gelingt bestens, die Arbeitsplätze in der Region zu besetzen. Dies geschieht natürlich im Einvernehmen mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Daran halten wir weiterhin fest. Niemand wurde oder wird gegen seinen Willen versetzt. Wir bringen die Arbeit damit auch dorthin, wo wir dauerhaft guten Nachwuchs für die Steuerverwaltung gewinnen können. Davon profitieren die Mitarbeiter und letztendlich die gesamte ländliche Region. Hessinnen und Hessen haben überall im Land sichere, attraktive und hochwertige Arbeitsplätze verdient“, erklärte Schäfer.

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