Patrick Burghardt ist neuer Chief Information Officer und Bevollmächtigter der Landesregierung für E-Government und Informationstechnologie (CIO). Bisher hatte die Aufgabe Finanzminister Dr. Thomas Schäfer inne. Die Zuständigkeit ist mit der erstmaligen Berufung einer Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, Prof. Dr. Kristina Sinemus, auf Beschluss des hessischen Kabinetts an Digital-Staatssekretär Burghardt übertragen worden. Co-CIO ist weiterhin Roland Jabkowski, der dieses Amt bereits seit 2017 im Finanzministerium ausübt und jetzt in gleicher Funktion ins Ressort der Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung gewechselt ist.

Bundesweit Vorreiter bei der Verwaltungsdigitalisierung

„Hessen ist seit vielen Jahren bundesweit ein Vorreiter bei der Verwaltungsdigitalisierung. Das ist auch und gerade einer Vielzahl von Grundsatzentscheidungen zu verdanken, die die Hessische Landesregierung in den vergangenen Jahren getroffen hat. Die Einrichtung eines CIO auf Landesebene im Jahr 2003 ist eine Pionierentscheidung gewesen, der mittlerweile zahlreiche andere Bundesländer gefolgt sind“, sagte Finanzminister Dr. Thomas Schäfer. „In den vergangenen fünf Jahren durfte ich dieses Amt bekleiden und habe mich dafür mit ganzer Kraft eingesetzt. Gemeinsam mit meinen Ressortkollegen haben wir nicht nur die ‚Digitale Agenda 2020‘ – den Masterplan für digitales Verwaltungshandeln – auf den Weg gebracht, sondern auch dessen Umsetzung konsequent vorangetrieben. Uns ist es zudem gelungen, die Einheit, die zukünftig im Alltag die IT von Bund und Länder aufeinander abstimmen und gemeinsam weiterentwickeln soll, nach Hessen zu holen. Die föderale IT-Kooperation, kurz FITKO, wird derzeit bereits in den Räumen der Oberfinanzdirektion in Frankfurt aufgebaut. In der Gründungsphase gehen wir Hessen dabei ordentlich in Vorleistung, um dieses wichtige Projekt voranzubringen.“

Die fortschreitende Digitalisierung macht es laut Finanzminister Dr. Schäfer notwendig, dass bestehende Strukturen weiter fortgeschrieben werden. Die Berufung einer Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung sei daher auch eine notwendige Veränderung, um zukünftig mit noch mehr Kraft und Aufmerksamkeit den staatlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Digitalisierung in Hessen gerecht zu werden. „Meinem Nachfolger im Amt des CIOs, Staatssekretär Patrick Burghardt, gratuliere ich sehr herzlich zu seiner neuen Aufgabe. Als ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Rüsselsheim am Main weiß er ganz besonders, wie die Kommunen ticken und vor welchen Herausforderungen auch sie im Bereich der Digitalisierung stehen. Das Land arbeitet bei dieser Aufgabe eng mit den Kommunen zusammen und wird daher vom Erfahrungsschatz des neuen CIO ganz besonders profitieren“, ist der Finanzminister überzeugt.

„Hessen hat frühzeitig erkannt, dass es hilfreich ist, ressortübergreifend zu agieren, sowohl bei strategischen Grundsatzfragen als auch bei ganz alltäglichen Projekten. Deshalb freue ich mich auf die neue Aufgabe, um unter anderem die Verwaltung für Bürgerinnen und Bürger digitaler zu gestalten. Beispielsweise sollen künftig Verwaltungsleistungen einfach und bequem, auf einer einzigen Plattform, von zu Hause aus erledigt werden können – egal welche Behörde zuständig ist“, sagte Staatssekretär Patrick Burghardt.

Zuständigkeiten:

Der CIO ist für die strategische Steuerung der gesamten Informationstechnologie und die koordinierende operative Umsetzung von IT-Projekten auf Landesebene zuständig sowie für die qualitative Verbesserung von IT-Verfahren und die Standardisierung und Konsolidierung. Der CIO vertritt zudem Hessens Interessen im IT-Planungsrat, in dem Bund und Länder die Zusammenarbeit im Bereich der Informationstechnik koordinieren. Dies ist vor allem im Hinblick auf die Schaffung einfacher und einheitlicher elektronischer Zugangsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger zu den hessischen Behörden und Gerichten wichtig.

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