Europaministerin Lucia Puttrich hat heute den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald besucht. Die Ministerin zeigte sich von der Schönheit des Welterbeareals und von der Vielfalt der touristischen Angebote beeindruckt.

„In diesem Jahr wird für viele Hessinnen und Hessen der Urlaub ganz anders ausfallen, als geplant. Auslandsreisen sind nur unter besonderen Einschränkungen möglich und die Unsicherheit vor neuen Infektionswellen schreckt davon ab, das Risiko eines längeren Urlaubs im Ausland anzutreten. Viele werden deshalb auf regionale Ziele ausweichen und unsere Heimat ein Stück weit neu entdecken. Diesen Trend wollen wir in diesem Sommer unterstützen und schöne, romantische, innovative und manchmal unentdeckte Ausflugsziele in ganz Hessen besuchen“, so Lucia Puttrich.

„Sieben der zehn beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen waren im vergangenen Jahr Länder der Europäischen Union wie Spanien, Italien, Kroatien oder Österreich. Wenn viele dieser europäischen Ziele in diesem Jahr ausfallen müssen, wollen wir zumindest europäische Spuren in Hessen besuchen. Über europäische Strukturfondsmittel wurden in den letzten Jahren sehr viele Projekte unterstützt, die unser Land attraktiver gemacht haben. Wanderwege sind entstanden, nachhaltige Stadtentwicklungen konnten weiterentwickelt werden, aber auch Betriebe konnten mit Unterstützung dieser europäischen Mittel ihre innovativen Ideen umsetzen. Europa ist an vielen Orten in Hessen zu finden und diesen Spuren folgen wir in diesem Sommer“, so die Europaministerin, die heute den Geo-Naturpark in Lorsch besuchte.

„Der Geo-Naturpark ist Mitglied im weltweiten Programm der UNESCO Global Geoparks und bereits seit dem Jahr 2002 Teil des im Jahr 2000 gegründeten Europäischen Geopark-Netzwerks (EGN). In diesem Rahmen setzt er sich für die Bewahrung des erdgeschichtlichen und naturräumlichen Erbes in Kombination mit nachhaltiger Regionalentwicklung, Förderung von Geo-Tourismus und Umweltbildung ein, und agiert als Region übergreifende Netzwerkplattform. Dabei trägt er als Modellregion der UNESCO in vielfältiger Weise zur Vermittlung der Globalen Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen vor Ort bei.

Seit nahezu 20 Jahren ist er aktiv in die Aufgaben des Europäischen Geopark-Netzwerks (EGN) eingebunden, das sich - ausgehend von den vier Gründungsregionen - auf mittlerweile 75 Regionen in 24 europäischen Ländern ausgedehnt hat und sich europaweit für die gemeinsamen Ziele einsetzt. Das erdgeschichtliche Erbe als Leitthema der Geoparks wird dabei stets in Verbindung mit kulturgeschichtlichen Aspekten, naturräumlichen Besonderheiten und der Nutzung landschaftlicher Ressourcen gesehen. Seit dem Jahr 2004 ist das EGN beispielgebende Organisation für die Global Geoparks weltweit und seit dem Jahr 2015 das kontinentale Netzwerk des Internationalen Geowissenschafts- und Geopark-Programm der UNESCO“, erläuterte Dr. Jutta Weber, Geschäftsführerin des Geo-Naturparks.

„Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, das Verständnis für unsere Landschaft als Ressource für Erholung, Bildung und nachhaltigen Genuss zu wecken und damit auch das Bewusstsein für deren Erhalt. So stand die reizvolle und geschichtsträchtige Region gerade in den vergangenen Wochen enorm im Fokus. Der Anteil an Erholungssuchenden, insbesondere Familien, hat sich nochmals erhöht, dem haben wir mit ganz besonderen Angeboten Rechnung getragen, wie etwa unserer interaktiven Erlebnisplattform oder auch der Family-Tour, mit der man in den hessischen Sommerferien den gesamten Geo-Naturpark kennenlernen kann, so Weber, die sich über die große Resonanz auf die vielfältigen Angebote freut.

„Viele Ausflugsziele in Hessen haben sich auf die Besonderheiten in diesem Jahr vorbereitet. Man erwartet mehr Gäste und trotz aller Sicherheitsvorkehrungen will man insbesondere Familien auch ein interessantes Programm bieten. Ich finde die Kombination aus wunderschöner Landschaft und einem informativen Angebot, mehr über die geologische Geschichte zu erfahren, sehr gelungen. Der Geo-Naturpark ist unbedingt eine Reise wert“, so Lucia Puttrich.

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