Die EU-Kommission wird bis zum Juni 2021 einen Legislativvorschlag zum Thema Lieferketten/Konzernverantwortung vorlegen. Das erklärte in dieser Woche der zuständige EU-Handelskommissar Vladis Dombrovskis im Europäischen Parlament. Hessens Europaministerin Lucia Puttrich begrüßte die Ankündigung. In einem Gastbeitrag im Handelsblatt Anfang Februar warb die Europaministerin kürzlich für eine europäische Lösung.

„Das Ziel, eine stärkere Verantwortung und Nachhaltigkeit in Wertschöpfungsketten zu verankern ist absolut richtig. „Made in Germany“ darf nicht auf Kosten von Ausbeutung, Menschenrechtsverstößen oder Umweltsünden bei den globalen Zulieferungen basieren. Es ist aber genauso richtig, eine europäische Lösung zu suchen. Deutschland ist eine Exportnation und steht im europäischen und globalen Wettbewerb. Viele Unternehmen sind derzeit stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Ein bürokratischer Flickenteppich würde die Wettbewerbsbedingungen für deutsche Unternehmen erheblich verschlechtern. Deshalb begrüße ich ausdrücklich eine europäische Lösung“, so Lucia Puttrich.

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