Am Gymnasium Nidda stehen umfangreiche Außensanierungen an. Der Schulhof soll umgestaltet werden und dabei zwei Sportfelder angelegt werden. Weitere Rasenflächen und andere Umbauten sind ebenfalls vorgesehen. Möglich ist das dank des Kommunalinvestitionsprogramms KIP macht Schule!, durch das der Wetteraukreis insgesamt fast 30 Millionen Euro in die Sanierung und den Umbau von Schulen investieren kann. In Nidda hat die Hessische Europaministerin Lucia Puttrich am Freitag einen Förderbescheid an Landrat Jan Weckler übergeben, der eine Gesamtinvestition von 410.000 Euro ermöglicht.

„KIP macht Schule! hilft dabei, das Lernen und Lehren an unseren Schulen besser zu machen. Die Hessische Landesregierung unterstützt die Schulträger bei der Sanierung von Gebäuden und Erneuerung von Ausstattung“, sagte Lucia Puttrich bei der Übergabe des Bescheids. Das Investitionsprogramm sei deutschlandweit einmalig, hob die Ministerin hervor. Neben einer sehr guten Versorgung mit sehr gut ausgebildeten Lehrkräften sei es ein weiterer Investitionsschwerpunkt in Sachen Bildung.

„Erweitert werden die sportlichen Möglichkeiten für die Pause, vor allem aber auch für den Unterricht auf dem Pausenhof. Am Gymnasium Nidda wird so der Außenbereich deutlich aufgewertet Hier kann man sehen, dass die Mittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm gut angelegt sind“, freut sich Landrat Jan Weckler. Im Wetteraukreis profitieren viele Schulen von den zusätzlichen Mitteln für Sanierungsmaßnahmen. Der Kreistag hat dafür 38 Maßnahmen im gesamten Kreisgebiet definiert, die während der Projektlaufzeit bis Ende 2022 umgesetzt werden.

Hintergrund

Wie bei Investitions- und Konjunkturprogrammen üblich und auch vom Bundesrechnungshof gefordert, beteiligen sich die Kommunen zu einem Teil an den Investitionskosten, damit Projekte nicht nur wegen des zur Verfügung stehenden Bundes- oder Landesgeldes umgesetzt werden, sondern auch, weil sie den Kommunen selbst etwas wert sind. Bund und Land tragen bei KIP macht Schule! jeweils 75 Prozent der Kosten, die Schulträger steuern 25 Prozent bei. Mit dem kommunalen Eigenanteil bietet KIP macht Schule! den Schulträgern ein Investitionsvolumen von 558 Millionen Euro.

Das Investitionsprogramm richtet sich an die 31 kommunalen Schulträger in Hessen. Dies sind alle 21 hessischen Landkreise, die fünf kreisfreien Städte – also Darmstadt, Frankfurt, Kassel, Offenbach und Wiesbaden – sowie die so genannten fünf Sonderstatusstädte Fulda, Gießen, Hanau, Marburg und Rüsselsheim. Mit Kelsterbach und Oestrich-Winkel gibt es als Ausnahmen auch zwei kreisangehörige Städte, die Schulträger sind. Als 32. Schulträger wird der Landeswohlfahrtsverband (LWV) profitieren. Er ist Träger von 14 Förderschulen in ganz Hessen.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag