Der digitale Wandel ist in vollem Gange. Der technologische Fortschritt beeinflusst alle gesellschaftlichen Bereiche. Mit dem Förderprogramm Distr@l unterstützt die Hessische Landesregierung gezielt digitale Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die einen hohen Innovationsgrad aufweisen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups profitieren von diesem Angebot. Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat heute virtuell einen Zuwendungsbescheid über 228.780 Euro an Florian Herborn und Nils Minor, Geschäftsführer der Electronic Fellows GmbH aus Eltville, übergeben.

Erheblicher Digitalisierungsbedarf bei KMU
„Die aktuelle Situation zeigt deutlich den erheblichen Digitalisierungsbedarf insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen. Wege in die digitale Zukunft müssen eingeschlagen werden, um kurzfristige Anforderungen zu bedienen, neue Geschäftsmodelle und nachhaltige Lösungen für Krisenfälle zu entwickeln“, betonte Sinemus. „Mit Distr@l können Unternehmen risikobehaftete Projekte im Kontext digitaler Technologien gestalten und umsetzen. Damit können wir den Wirtschaftsstandort Hessen sichern und die Gesellschaft stärken.“

Die beiden Geschäftsführer Florian Herborn und Nils Minor zeigten sich erfreut: „Als kreatives IT-Startup sehen wir bestehende Prozesse in der Fertigungsindustrie mit anderen Augen und sind der Meinung, dass sich viele Probleme mit modernen Möglichkeiten lösen lassen. Als junges Unternehmen haben wir aber auch ein äußerst begrenztes Budget und wenig Spielraum für Forschungsprojekte. Mit dem Distr@l-Programm haben wir nun die Möglichkeit bekommen, eine der vielversprechendsten Projektideen in die Tat umzusetzen.“

Manuelle Prozesse automatisieren
Die Electronic Fellows GmbH ist ein junges Softwareunternehmen mit Sitz in Eltville sowie einem Standort im Gründerzentrum StartWerk-A in Wiesbaden. Der Entwicklungsschwerpunkt liegt auf modernen Online-Plattformen und Webportalen. Im Rahmen des Distr@l-Projektes „EMS-Hub“ soll eine Webplattform entwickelt werden, auf der sich Elektronikentwickler und -einkäufer mit Fertigungsdienstleistern austauschen können. Durch die Digitalisierung der Fertigungsdokumente und die konsequente Automatisierung manueller Prozesse soll zum Beispiel für Leiterplattenhersteller die Angebotsphase von derzeit mehreren Tagen künftig auf wenige Minuten reduziert werden.

,EMS-Hub‘ ist ein gutes Beispiel aus der Praxis, das modellhaft sichtbar macht, mit welchen digitalen Innovationen Lösungen erreicht werden können. Die Electronic Fellows GmbH macht damit angewandte Forschung und Entwicklung im digitalen Kontext greifbar“, betonte Digitalministerin Kristina Sinemus.

Hintergrund zum Förderprogramm Distr@l
Das Förderprogramm Distr@l adressiert digitale angewandte Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Akteuren aus Hessen. Die antragsberechtigen Zielgruppen erstrecken sich von kleinen und mittleren Unternehmen über Start-ups bis hin zu Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Gefördert werden Einzel- sowie Verbundvorhaben, die den Stand der digitalen Technik signifikant erhöhen. Das Förderprogramm ist explizit themenoffen und legt den Fokus auf digitale anwendungsbezogene Vorhaben. Mit den vier Förderlinien stellt das Programm ein einzigartiges Fördersystem dar, das zielgruppenorientiert auf die Herausforderungen der digitalen Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft reagiert und sich komplementär in die Förderlandschaft des Landes einfügt. Dieses breite Angebot von Machbarkeitsstudien (Förderlinie 1), über digitale Produkt- und Prozessinnovationen (Förderlinie 2) und Wissens- und Technologietransfer (Förderlinie 3) bis hin zu Spin-off-Förderung an Hochschulen sowie Wachstumsförderung in Start-ups ermöglicht es, neue Lösungen und Projektideen im Kontext digitaler Technologien zu gestalten und umzusetzen.

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