Digitalministerin Sinemus besuchte am 6. August 2020 die Zentrale Leitstelle der Abteilung Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Wetzlar. Hier ließ sie sich das rettungsunterstützende System „EmergencyEye“ vorführen. Aus der Leitstelle kann auf ein Handy eines an einem Unfallort befindlichen Passanten zugegriffen werden, um wertvolle Informationen für die Rettung zu sammeln.

„Digitalisierung zum Wohle des Menschen"
Digitalministerin Sinemus: „Es freut mich, dass hier im Lahn-Dill-Kreis erstmals in Deutschland mit diesem System gearbeitet wird. Wir sehen hier ein sehr gutes Beispiel, wie die Rettungsdienste die Digitalisierung zum Wohle des Menschen nutzen. Diese praktische Anwendung ist ganz im Sinne der Politik der Landesregierung, denn die Digitalisierung soll den Menschen dienen und nicht umgekehrt.“

Der Anrufer am Notfallort braucht dafür keine spezielle App, nur ein Handy mit Kamera und Internetverbindung. Mit Hilfe der Software können die Einsatzkräfte nicht nur die Handys von Anrufern orten, sie können auch eine Video-Übertragung von deren Kameras starten und sich so selbst ein Bild von der Lage an der Unfallstelle machen. In beiden Fällen muss der Handybesitzer jeweils per Klick bestätigen, dass die Rettungskräfte auf das Handy zugreifen dürfen. Sie erfahren dabei nicht nur Betriebssystem, sondern auch Browser-Versionsnummer und Akkustand.

Die Entwicklung von EmergencyEye® wurde durch das EIT-Health, eine Initiative der EU-Kommission zur Förderung von Innovationen und Technologien in Europa, und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

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