Die Hessische Europaministerin Lucia Puttrich begrüßt die zwischen Deutschland, Frankreich, Italien und Malta vereinbarte Übergangslösung für die Verteilung von Flüchtlingen, die aus Seenot gerettet wurden. „Ich hoffe, dass dies ein erster Schritt ist, damit das europäische Thema Migration endlich auf europäischer Ebene gelöst wird. Die Mittelmeer-Anrainerstaaten haben Anspruch darauf, dass Europa als Ganzes sich dieser Frage stellt und sie solidarisch beantwortet“, sagte die Ministerin am Dienstag in Wiesbaden. Weitere EU-Mitglieder - Kroatien, Finnland, Irland, Litauen, Luxemburg und Portugal – haben ihre Beteiligung zugesagt.

Humanitäre Notmaßnahme

„Es geht hier nicht um das Signal geöffneter Grenzen, sondern um eine humanitäre Notmaßnahme, die verhindert, dass Menschen, die aus Seenot gerettet wurden, wochenlang auf Rettungsschiffen auf dem Mittelmeer umherirren“, sagte Lucia Puttrich weiter. Eine Verteilung von Flüchtlingen nach klaren Regeln könne mittelfristig auch nur ein Teil einer umfassenderen Lösung sein, zu der ebenso die Bekämpfung von Fluchtursachen und die Rückführung von Menschen ohne Bleibeperspektive gehöre.

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