Die ersten drei 5G-Standorte von Vodafone in Hessen sind in Betrieb. Echtzeitübertragung und Datenraten von 10 Gigabit pro Sekunde sind somit künftig umsetzbar. Möglich macht dies der Hessische Mobilfunkpakt, den die Hessische Landesregierung vor einem Jahr mit den Mobilfunkanbietern unterzeichnet hat. Hessens Digitalministerin, Prof. Dr. Kristina Sinemus, informierte sich in Frankfurt-Sossenheim über die Mobilfunkversorgung und kündigte für ganz Hessen einen schnellen flächendeckenden Mobilfunkausbau an.

Mobilfunkpakt sorgt für leistungsfähige Mobilfunkinfrastruktur

„Mit dem Mobilfunkpakt hat sich die Hessische Landesregierung zum Ziel gesetzt, Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen zügig flächendeckend eine leistungsfähige Mobilfunkinfrastruktur zur Verfügung zu stellen. Niemand soll sich abgehängt fühlen. Das gilt für Großstädte und Ballungsgebiete ebenso wie für die ländlichen Regionen. Mobile Kommunikation und Datennutzung soll überall möglich sein“, betonte Sinemus.
Mit dem Mobilfunkpakt werden in den nächsten Jahren 800 neue Masten, 4.000 Modernisierungen und bis zu 300 Masten beziehungsweise Mobilfunkstationen für letzte weiße Flecken realisiert. Das Land gibt für das Stellen der bis zu 300 Masten bzw. Mobilfunkstationen ab dem Jahr 2020 noch einmal 50 Millionen Euro dazu. Ein flächendeckender 4G-Mobilfunkausbau in ganz Hessen, auch in strukturschwachen Regionen, ist das Ziel. Ab 2020 soll zudem hessenweit der 5G-Standard ausgebaut werden. „Mit der Errichtung der ersten drei Vodafone-Masten leiten wir den flächendeckenden 5G-Mobilfunkausbau in Hessen schon früher als geplant ein. Zudem haben wir mit dem 5G-Testfeld von der Deutschen Telekom in Darmstadt einen weiteren Standort. Hessen ist damit auf einem sehr guten Weg für eine bessere und zukunftssichere Mobilfunkversorgung“, unterstrich die Ministerin.

Lückenlose und schnelle Kommunikation

Eine lückenlose und schnelle Kommunikation sei nicht nur der Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger, sondern auch ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Wirtschaft. Dafür sei eine zuverlässige Infrastruktur eine unabdingbare Voraussetzung, ebenso wie Unternehmen, die diese Infrastruktur bereitstellten und betreiben, erläuterte die Digitalministerin. Für die Betriebe in Hessen bringe die Mobilfunkversorgung mit höheren Übertragungsraten eine signifikante Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. „Eine starke Netzinfrastruktur ist im digitalen Zeitalter der entscheidende Rohstoff der Wirtschaft“, unterstrich Sinemus. Auch die Bürgerinnen und Bürger profitierten vom Ausbau. „Schnelleres mobiles Surfen, eine bessere Gesprächsqualität und weniger Gesprächsabbrüche sind die Vorteile“, resümierte die Ministerin.

Hintergrund

Frankfurt-Sossenheim ist der erste 5G-Standort von Vodafone in Hessen. Nach Sossenheim bietet Vodafone seit kurzem auch über zwei weitere Masten in Offenbach 5G an. Hessen gibt es darüber hinaus 5G von der Deutschen Telekom in Darmstadt.
Der größte Vorteil von 5G ist die deutlich erhöhte Übertragungsrate. 5G erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 10Gbit/s. Das ist mehr als zehn Mal so schnell wie das aktuelle 4G-Netz. Zudem gehen mit 5G von unter 1Millisekunde einher. Dies ist besonders dort wichtig, wo viele Informationen in kurzer Zeit ausgetauscht werden müssen, wie beispielsweise beim autonomen Fahren oder im Bereich der Smart-Home-Technologie, z. B. bei der Fernüberwachung des eigenen Hauses.
Der 70 Meter hohe Mast in Frankfurt-Sossenheim ist ein Der Richtfunksammler-Mast ermöglicht störungsfreie Telefonate, mobiles Surfen im Internet.

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