„Die Entscheidung, Ursula von der Leyen als künftige Präsidentin der EU-Kommission zu nominieren, kam überraschend. Es ist aber am Ende ein guter Vorschlag, denn sie verfügt über die für diese Position nötige internationale Erfahrung und Anerkennung. Der Weg dorthin war mehr als schwierig und auch ich bin persönlich enttäuscht, dass das Spitzenkandidatenprinzip, mit dem die Parteien in die Europawahl gezogen sind, letztlich nicht durchsetzbar war. Aber Politik ist die Kunst des Kompromisses.

Das wochenlange Tauziehen der Staats- und Regierungsschefs hat dem Bild, das viele Bürgerinnen und Bürger von Europa haben, allerdings sicher nicht genützt. Das Europäische Parlament, das unsere gemeinsame unmittelbare demokratische Vertretung ist, darf nicht durch den Eindruck geschwächt werden, dass zentrale Entscheidungen im Hinterzimmer getroffen werden. Für die Zukunft brauchen wir deshalb verbindliche und transparente Regelungen nicht nur für die Besetzung der Führungspositionen in der EU."

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