Liebe Parteifreunde,

zurzeit findet im gesellschaftlichen Diskurs, aber auch innerhalb unserer Partei eine Debatte zum Thema Organspende statt. Der Deutsche Bundestag hat hierzu kürzlich eine Orientierungsdebatte geführt. Parteiintern stehen sich hier zwei verschiedene Lösungsvorschläge gegenüber. Gesundheitsminister Jens Spahn MdB vertritt die doppelte Widerspruchslösung. Diese beinhaltet, dass jeder Bürger, welcher nicht Organspender werden möchte dies, zu Lebzeiten aktiv kundtun muss. Damit würde jeder, der diesen Widerspruch nicht äußert, nach Feststellung des Todes automatisch als Organspender in Frage kommen. Auf der anderen Seite steht die derzeit gesetzlich vorgegebene Entscheidungslösung, welche vom ehemaligen Gesundheitsminister Hermann Gröhe MdB befürwortet wird. Hierbei geht es darum, dass man aktiv werden muss, wenn man bereit ist, nach dem Tode zum Organspender zu werden. Ich meine, jeder sollte sich Gedanken zum Thema Organspende machen und sein Selbstbestimmungsrecht wahrnehmen und seine Position verdeutlichen.
Auch die obligatorische Masernimpfung befürworten wir. Alle Eltern sollten nach Möglichkeit ihre Kinder in den Kindergarten schicken können. Der Staat sollte deshalb durch eine allgemeine Impfung die Ansteckungsgefahr durch Infektionskrankheiten mindern. Wegen die Zunahme der Masernerkrankungen sollten Kinder erst dann den Kindergarten besuchen dürfen, wenn ein gültiger Impfnachweis vorliegt.

Kostenübernahme des Bluttests auf Trisomie bei Risikopatienten

Auch das Thema Bluttests zur Erkennung von Gendefekten stellt ein hochsensibles und emotionales Thema dar. Konkret ging es bei einem von uns auf Facebook erstellten Meinungsbildes, um die Frage ob Krankenkassen einen Bluttest auf Trisomie übernehmen sollten. An dieser Umfrage nahmen circa 100 Personen teil und ungefähr drei Viertel der Teilnehmer sprachen sich für diese Lösung aus. Die schon seit 2012 möglichen Bluttest stellen eine deutlich risikoärmere und nicht invasive Alternative zu den derzeit durch die Krankenkassen bereits übernommenen Fruchtwasseruntersuchungen dar. Bei diesen Untersuchungen erleiden 0,5 bis 1 Prozent der Frauen im Anschluss eine Fehlgeburt. Wir als CDU-Hessen sind daher der Meinung, dass wesentlich sicherere Verfahren ebenfalls durch die Krankenkassen finanziert werden sollten.
Prinzipiell liegt uns als christlicher Partei das menschliche Leben sehr am Herzen. Aus diesem Grund sollten die Bluttests, ähnlich wie es derzeit auch bei den Fruchtwasseruntersuchungen der Fall ist, nur bei ärztlich festgestellten Risikoschwangerschaften durch die Krankenkassen übernommen werden. Uns ist hierbei besonders wichtig, dass werdende Eltern in dieser Situation nicht alleingelassen werden. Wir fordern daher eine verbindliche, seriöse und unabhängige Beratung der Eltern, welche im Falle eines positiven Tests auch über mögliche Alternativen zu einem Schwangerschaftsabbruch informiert. Der Schutz des menschlichen Lebens steht für uns dabei an erster Stelle.

Aktuelles auf Facebook

Immer auf dem aktuellsten Stand: An dieser Stelle halten wir Sie über das Neueste aus Facebook auf dem Laufenden. Heute möchten wir Ihnen unser Rosing zu den Bluttests vorstellen - schauen Sie gerne vorbei!

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen Ihr

Manfred Pentz
Generalsekretär der CDU Hessen

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