Beim Brexit ist auch zehn Tage vor dem ursprünglich geplanten Austrittsdatum alles offen. Wenn es nach der EU geht, muss aber auch bei einem hartem Brexit der Luftverkehr zwischen der EU und Großbritannien nicht eingestellt werden. Die Hessische Europaministerin Lucia Puttrich begrüßt, dass der Rat und das Europäische Parlament jetzt eine entsprechende Notfallregelung beschlossen haben. „Zumindest bei diesem Thema, das für uns in Hessen besonders wichtig ist, können wir jetzt etwas Luft holen. Das ist eine gute Nachricht insbesondere für den Flughafen Frankfurt und die hessische Wirtschaft“, sagte Puttrich am Mittwoch. Eine Entscheidung zur Verschiebung eines Brexit-Termins steht noch aus, somit sei ein harter Brexit keineswegs vom Tisch. „Wir bereiten uns weiter auf das Worst-Case-Szenario vor“, betont die Ministerin.

Weiterhin Transport von Fracht und Passagieren möglich

Durch ihren Beschluss ermöglicht die EU britischen Airlines vorläufig bis zum 30. März 2020, Passagiere und Fracht weiter zwischen Großbritannien und den EU Mitgliedstaaten zu transportieren. Gleiches gilt für Überflug und Landungen ohne Passagiere oder Fracht aufzunehmen. Damit der Beschluss wirksam wird, muss die britische Seite noch eine vergleichbare Regelung für die Airlines aus den EU-Mitgliedsstaaten treffen.

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