Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute die neue Zentrale Universitätsbibliothek der Philipps-Universität Marburg eröffnet. Der Neubau ist das Herzstück des geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Campus Firmanei. Das Land Hessen finanziert das Projekt mit rund 120 Millionen Euro aus dem Hochschulbauprogramm HEUREKA.

Nicht nur Studierende profitieren

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Wissenschaft und Forschung sind die Grundlage für Wohlstand und wirtschaftliche Stärke in Hessen. Die Kosten von rund 120 Millionen Euro aus unserem Hochschulbauprogramm HEUREKA sind deshalb sehr gut in Marburg investiert. Mit der Universitätsbibliothek und dem gesamten neuen Campus schaffen wir die nötigen Rahmenbedingungen – auch bei steigenden Studierendenzahlen – für den Wissenschaftsstandort Marburg. Von der neuen Bibliothek profitieren aber nicht nur die Studierenden. Große Teile des hier gesammelten Wissens werden auch den interessierten Menschen dieser Stadt zugänglich sein.“

Ersatz für alte Bibliothek

Der Neubau der Zentralen Universitätsbibliothek in unmittelbarer Nachbarschaft des Alten Botanischen Garten ersetzt die in die Jahre gekommenen Räumlichkeiten. Die neue Universitätsbibliothek bietet Platz für 3,2 Millionen Medien. Sie vereint auf 18.500 Quadratmetern neun geistes- und sozialwissenschaftliche Bereichsbibliotheken mit dem Bestand der Zentralbibliothek. Die Zusammenlegung der dezentralen Bestände ermöglicht längere Öffnungszeiten und interdisziplinäres Arbeiten. Den Nutzerinnen und Nutzern stehen insgesamt 1.250 Arbeitsplätze in Leseinseln, PC-Pools, Einzel- und Gruppenarbeitsräumen zur Verfügung. Ergänzt wird das Angebot durch einen Sonderlesesaal für historische Bestände sowie ein Medienzentrum. Raum für Entspannung und Gespräche bieten Lese-Lounges sowie die Cafeteria „CoLibri“.
„Mit unserem Hochschulbauprogramm HEUREKA haben wir auch die Sanierung und den Neubau von Hochschulbibliotheken fest im Blick: In den vergangenen zehn Jahren flossen über 328 Millionen Euro in Bibliotheksbauten an den Hochschulstandorten Marburg, Kassel, Fulda, Frankfurt und Darmstadt“, ergänzte Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Zentrales Projekt für die Universitätsentwicklung

Der Campus Firmanei ist das zentrale Projekt für die Marburger Universitätsentwicklung im Lahntal. Der Neubau der Universitätsbibliothek ist nach dem bereits fertiggestellten Neubau der Chemie auf den Lahnbergen das zweitgrößte Projekt, das im Rahmen von HEUREKA realisiert wurde. Hinzu kamen weitere Projekte aus Mitteln des Konjunkturpakets II und des Hochschulpaktes 2020. Die größten sind dabei die Umbauarbeiten der ehemaligen Augenklinik und der Hals-Nasen-Ohrenklinik in direkter Nachbarschaft zur neuen Universitätsbibliothek.
„HEUREKA hat einen regelrechten Bau- und Modernisierungsboom an den hessischen Hochschulen ausgelöst. Von inzwischen über 4 Milliarden Euro haben wir im Schnitt seit 2008 jährlich 255 Millionen Euro in Bauarbeiten an den 13 hessischen Hochschulen investiert. Der Neubau, den wir heute feiern, ist als Herzstück Campus Firmanei am Fuße der historischen Oberstadt Marburg ein weiterer sichtbarer Beweis für den Erfolg unseres Programms“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

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