"Diskussionsprozess anstoßen"
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Ich würde mich freuen, wenn mit diesem Kongress von Hessen aus ein Diskussionsprozess angestoßen wird, der der deutschen Film- und Kinokultur neue Impulse verleiht. In Deutschland und vor allem in Hessen werden hervorragende Filme produziert. Wir haben eine talentierte und lebendige Nachwuchsszene. All das zeigt sich bereits auf der internationalen Bühne: Im vergangenen Jahr etwa gewann Nachwuchsfilmer Jonatan Schwenk, Student an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, mit dem Animationsfilm ,Sog‘ auf einem der wichtigsten internationalen Festivals für Animationsfilme im französischen Annecy den Preis für den besten Abschlussfilm. Dennoch ist es wichtig, die Wirkung des deutschen Films im Ausland weiter zu stärken.“

Werke sichtbarer machen

Der Kongress stellt die Frage, wie deutsche Filme noch mehr Zuschauerinnen und Zuschauer in die Kinos locken können. Insgesamt 139,2 Millionen Menschen gingen 2015 in Deutschland ins Kino, 27,5 Prozent davon sahen deutsche Filme. Das ist zwar ein Rekord, dabei werde aber übersehen, dass die große Zahl der Zuschauerinnen und Zuschauer sich auf einige sehr wenige Titel konzentrierte, so der Veranstalter. Bei rund 250 Kinostarts in Deutschland pro Jahr bestehe laut Veranstalter die große Herausforderung darin, einzelne Werke für das Publikum überhaupt sichtbar zu machen.

Hessen zeigt Flagge

„Als Hauptförderer des Frankfurter Kongresses mit 60.000 Euro zeigt Hessen, dass es die in Deutschland geführte Diskussion um die Situation des deutschen Films und der hiesigen Kinos nicht allein den Filmmetropolen Berlin oder München überlässt. Hessen zeigt Flagge in einer zentralen film- und gesellschaftspolitischen Debatte, die immer mehr Fahrt aufnimmt“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Links:
Infos zur hessischen Filmförderung

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