Im Verbundprojekt „Mentoring Hessen“ schließen sich Hessens Hochschulen zusammen, um die Karrieren von Studentinnen, Wissenschaftlerinnen und weiblichen Führungskräftenachwuchs weiter zu fördern. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat die Implementierung des Projekts mit rund 67.000 Euro unterstützt.

Noch bessere Förderung weiblicher Talente

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Deutlich weniger Frauen als Männer entscheiden sich für eine Karriere in der Wissenschaft oder hohen Positionen in der Wirtschaft. Das Verbundprojekt ,Mentoring Hessen‘ ist ein wichtiger Schritt hin zu einer noch besseren Förderung weiblicher Talente an den hessischen Hochschulen, den wir gern unterstützen.“

Bisher existierten an den Hochschulen die drei gemeinsamen Mentoring-Programme MentorinnenNetzwerk für Frauen in Naturwissenschaft und Technik, SciMento und ProProfessur. „Mentoring Hessen“ führt sie nun unter einer Dachmarke zusammen.

Bundesweit einmaliges Fördersystem

Damit verfügt Hessen über ein bundesweit einmaliges, aufeinander abgestimmtes und flexibles Fördersystem für Studentinnen, Wissenschaftlerinnen und den weiblichen Führungskräftenachwuchs. Die fünf hessischen Universitäten, die fünf Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sowie die Hochschule Geisenheim University haben hierzu einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, mit dem das Programm für zunächst fünf Jahre gesichert ist.

Neben einer Eins-zu-eins-Betreuung durch eine Mentorin oder einen Mentor und der Unterstützung in der Peer-Gruppe gehören Workshops zu Themen wie Führungskompetenz und Berufungsverfahren, Netzwerk-Treffen und Karrierekonferenzen zu den Förderangeboten von „Mentoring Hessen“.

Engagement für Frauenförderung geht weiter

„Unser Engagement für die Förderung von Frauen geht noch weiter: Im aktuellen Hochschulpakt sowie in die mit den Hochschulen geschlossenen Zielvereinbarungen haben wir gesonderte Vereinbarungen zur Gleichstellungsförderung aufgenommen. So verbessern wir weiter die Chancengleichheit. Ebenso honorieren wir die entsprechenden Erfolge an den Hochschulen mit einer erhöhten Budgetierung, zum Beispiel für Absolventinnen und Promotionen von Frauen in MINT-Fächern“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

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