Wissenschaftsminister Boris Rhein begrüßt die Empfehlung des Wissenschaftsrates an den Bund, einen Forschungsbau für das Frankfurt Cancer Institute zu fördern. Das neue Institut soll am Campus des Universitätsklinikums Frankfurt entstehen und ab 2019 gefördert werden. Der Wissenschaftsrat hat die Förderempfehlung zum Abschluss seiner dreitätigen Sitzung am Freitag ausgesprochen. 
Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Die Empfehlung des Wissenschaftsrates ist ein wichtiger Schritt, um Frankfurt als hochrelevanten Standort für die Krebsforschung weiter zu stärken. Ich freue mich sehr darüber – nicht zuletzt, da damit eine Anerkennung für die hochrelevante und aktuelle Forschungsprogrammatik des Frankfurt Cancer Institute und damit für die Exzellenz der Forschung an diesem Standort einhergeht.“

Bund und Land teilen sich die Kosten

Mit dem Frankfurt Cancer Institute ist ein Forschungszentrum geplant, das langfristig die klinischen und klinisch-wissenschaftlichen Aktivitäten in der Krebsmedizin in Frankfurt und die Krebsforschung am Standort verbinden soll. Als Partner der Goethe-Universität Frankfurt mit ihren medizinischen Einrichtungen sind das Georg-Speyer-Haus in Frankfurt, das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung, das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim sowie das Paul-Ehrlich-Institut in Langen vorgesehen. Ziel ist es auch, die gewonnenen Erkenntnisse unmittelbar für die weitere Therapieentwicklung und die individuelle Behandlung von Tumorpatienten zu nutzen.
Die Kosten für den geplanten Neubau werden auf rund 73,4 Millionen Euro geschätzt. Davon sollen Bund und Land gemeinsam rund 52,1 Millionen Euro zu gleichen Teilen tragen. Die Deutsche Krebshilfe wird sich mit 20 Millionen Euro an den Baukosten beteiligen. Die restlichen Mittel steuern weitere Kooperationspartner bei.

Enge Verzahnung von den Grundlagen bis zur Klinik

"Die Empfehlung des Wissenschaftsrates begrüßen wir sehr. Die Forschung ist mit das wichtigste Instrument im Kampf gegen den Krebs, insbesondere ihre enge Verzahnung von den Grundlagen bis zur Klinik. Die Förderung des neuen Forschungsbaus ist uns nur möglich aufgrund eines besonderen Nachlasses, den wir erhalten haben mit dem Wunsch, einen Teil für die Errichtung eines solchen nachhaltigen und sichtbaren Gebäudes einzusetzen. Das vorgelegte Konzept der Frankfurter Ärzte und Wissenschaftler hat uns in diesem Sinne überzeugt", so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.
Der Wissenschaftsrat ist das wichtigste wissenschaftspolitische Beratungsgremium in Deutschland und berät Bund und Länder in allen Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung des Hochschulwesens sowie zur staatlichen Forschungsförderung. Er hat schon oft Empfehlungen für hessische Projekte ausgesprochen: Das Frankfurt Cancer Institute ist der 17. Forschungsbau an einer Hochschule des Landes, der vom Bund gefördert wird. Die abschließende Förderentscheidung wird Ende Juni 2018 durch die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz getroffen werden.

Krebsforschung weiter stärken

„Die Hessische Landesregierung hat ein großes Interesse daran, die Krebsforschung zu stärken. Sie bildet auch einen wichtigen Schwerpunkt unseres Forschungsförderprogramms LOEWE: Das LOEWE-Zentrum ,Zell- und Gentherapie‘ an der Goethe-Universität Frankfurt zum Beispiel entwickelt Verfahren weiter, mit denen etwa Blutkrebs besser behandelt werden kann. Zu den hervorragenden Krebsforschungsprojekten zählt auch das LOEWE-Zentrum ,Universities of Gießen and Marburg Lung Center‘. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dort erforschen Lungenerkrankungen und arbeiten auch an neuen Diagnostiken und Therapieformen zur Bekämpfung des Lungenkarzinoms“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

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