. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute das Konzept des GOETHE-Hochleistungsrechners an der Goethe-Universität Frankfurt vorgestellt. Mit dem Supercomputer können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zukünftig hochkomplexe Berechnungen anstellen sowie hocheffiziente Algorithmen und Verfahren erforschen. Die finanzielle Förderung des neuen Hochleistungsrechners hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz im Sommer 2017 bewilligt.

Unverzichtbar für komplexe Forschungsvorhaben

„Der GOETHE-Hochleistungsrechner ist unverzichtbar, um Forschungsvorhaben in den Naturwissenschaften, der Medizin, den Lebenswissenschaften und den Wirtschaftswissenschaften umsetzen zu können“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein. „Mit der Bewilligung der Förderung erhält die Goethe-Universität mit 3,75 Millionen Euro die Hälfte der Gesamtkosten in Höhe von 7,5 Millionen Euro. Dies ist ein beeindruckender Erfolg. Das Land Hessen hat die Antragstellung der Goethe-Universität unterstützt, weil Hochleistungsrechnerkapazität essenziell für den Wissenschaftsstandort Hessen ist.“

Computer-Simulation sind wichtiger Teil der Forschung

Moderne Wissenschaft ist ohne die Unterstützung durch Hochleistungsrechner nicht mehr denkbar. Neben Theorie und Experiment ist die Simulation von Vorgängen auf Computern ein wesentlicher Teil der heutigen wissenschaftlichen Forschung. Die Forscherinnen und Forscher können komplizierte Experimente auf Computern kostengünstiger nachahmen, anstatt sie aufwendig im Labor durchzuführen ‑ und sie können verschiedene Situationen simulieren: zum Beispiel schwarze Löcher in der Astrophysik oder Finanzplanungen in den Wirtschaftswissenschaften. Weil die Datenmengen dafür riesig sind und die nötigen Rechenprozesse sehr aufwändig, können die Rechnungen nur von speziellen Hochleistungsrechnern übernommen werden.
Der GOETHE-Rechner wird auch selbst Gegenstand der Forschung sein. Am Lehrstuhl für Architektur von Hochleistungsrechnern beschäftigen sich Forscherinnen und Forscher damit, wie man kostengünstige Hochleistungsrechner konstruiert, die für die erzeugte Rechenleistung möglichst wenig Strom verbrauchen.

Für Nutzung ist spezielle Expertise notwendig

Um die in Hessen vorhandenen Hochleistungsrechner effizient zu nutzen, ist spezielle Expertise notwendig. Daher hat das Land Hessen zusammen mit den Hochschulen das Hessische Kompetenzzentrum für Hochleistungsrechnen aufgebaut und unterstützt es in den Jahren 2016 bis 2020 mit insgesamt 2,8 Millionen Euro. Das Kompetenzzentrum sorgt dafür, dass an allen hessischen Universitätsstandorten Expertinnen und Experten für Fragen und Lösungen rund ums Hochleistungsrechnen zur Verfügung stehen.

Zwei hervorragende Standorte

„Wir haben mit den Hochleistungsrechnern an der Goethe-Universität und der TU Darmstadt zwei hervorragende Standorte, die sich wunderbar darin ergänzen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Zugang zu Hochleistungsrechnern zu bieten. Dies ist ein wichtiger Schritt, um weiterhin Spitzenforschung möglich zu machen“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

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