##Idee der documenta lebendig halten
Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Das große Besucherinteresse an der documenta 14 hat die ungebrochene Begeisterung für zeitgenössische Kunst gezeigt. Damit diese auch in den Jahren zwischen den Ausstellungen erhalten bleibt, wollen wir die Idee der documenta und die damit verbundene Arbeit an den Fragen, die sie aufwirft, in Kassel weiter verstetigen. Mit diesen zusätzlichen Stellen kann die interdisziplinär angelegte Forschung am geplanten Institut wirkungsvoll vorangetrieben werden. Darüber hinaus können die Schätze der vergangenen documenta-Ausstellungen wieder an das Licht der Öffentlichkeit gebracht werden.“

Archiv bildet Grundlage für Institut

Mit dem documenta-Institut planen das Land Hessen, die Stadt Kassel und Universität Kassel mit ihrer Kunsthochschule sowie die documenta gGmbH eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Das Institut soll sich künftig wissenschaftlich und interdisziplinär mit der documenta, ihrer Bedeutung und ihrer Ausstrahlung im Kontext einer globalen zeitgenössischen Ausstellungskultur auseinandersetzen. Die Materialfülle des documenta Archivs bildet dabei den Ausgangspunkt der geplanten Forschungsaktivitäten.

Das geplante documenta-Institut wird seine Forschung nicht nur im Hinblick auf die Geschichte der documenta-Ausstellungen betreiben, sondern unter interdisziplinär angelegten Fragestellungen auch im Kontext einer globalen zeitgenössischen Ausstellungskultur untersuchen und die Bestände des documenta-Archivs integrieren.

Professuren werden zügig ausgeschrieben

Die Universität will die zusätzlichen Professuren zügig ausschreiben. Neben ihren anderen Tätigkeiten in Forschung und Lehre verstärken die künftigen Professorinnen oder Professoren den wissenschaftlichen Beitrag, den die Universität bereits zum geplanten documenta-Institut zugesagt hat. Dazu zählt vor allem die sogenannte documenta-Professur, die mit Prof. Dr. Nora Sternfeld besetzt ist, an der zur Universität gehörenden Kunsthochschule.

Ein Stück Kunstgeschichte

„Diese Expertise wird die Geschichte und den Erfolg der Weltkunstausstellung noch stärker als bisher auch außerhalb der alle fünf Jahre stattfindenden Ausstellungen erlebbar machen. Gemeinsam mit dem documenta-Archiv wird das Institut die documenta mit ihrer nun 60-jährigen Geschichte auch im Rahmen der Forschung des Instituts zu einem Stück Kunstgeschichte machen“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

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