Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute den Neubau des Ernst-Strüngmann-Instituts in Frankfurt-Niederrad feierlich übergeben. In Zukunft werden hier die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in hochmoderner Umgebung der Hirnforschung nachgehen. Das Land Hessen hat das Projekt mit 30 Millionen Euro unterstützt.

Basis für erfolgreiche Forschung

„Ich freue mich, heute diesen eindrucksvollen Neubau an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ernst-Strüngmann-Instituts übergeben zu können“, betonte Wissenschaftsminister Boris Rhein. „Er enthält alle notwendigen Räumlichkeiten sowohl für die Forschung als auch für die Verwaltung des Instituts, so dass es auch für alle zukünftigen Weiterentwicklungen räumlich gut aufgestellt ist. Das Gebäude bildet also die Basis für eine erfolgreiche Fortführung der bisherigen Arbeit und die dauerhafte Etablierung des Instituts an diesem Standort.“

Kognitive Hirnforschung im Fokus

Das Ernst-Strüngmann-Institut wurde im Jahr 2008 als unabhängiges Hirnforschungsinstitut nach Vorbild eines Max-Planck-Instituts und nach den Richtlinien für Exzellenz der Max-Planck-Gesellschaft gegründet. Die Forscherinnen und Forscher konzentrieren sich auf die kognitive Hirnforschung. Dieses Feld gewinnt aufgrund der steigenden Zahl neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen wie Parkinson, Schizophrenie, Autismus und Depression und damit verbundenem Bedarf an Therapie zunehmend an Bedeutung. Das Ernst-Strüngmann-Institut war vorher in den ehemaligen Räumen des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung an der Deutschordenstraße 46 untergebracht. Dieses Gebäude wurde durch den Neubau ersetzt.

Idealer Standort mit Vernetzung

„Der Standort an der Deutschordenstraße ist ideal für das Institut. Die räumliche Nähe zum Uniklinikum Frankfurt und vor allem zu deren Fachkliniken für Psychiatrie, Kinderpsychiatrie und Neurologie ermöglicht eine direkte Vernetzung. Dazu wird auch das geplante Brain-Imaging-Center beitragen, das ab dem kommenden Jahr in unmittelbarer Nähe gebaut werden soll. Das sogenannte CoBIC wird gemeinsam vom Fachbereich Medizin der Goethe-Universität, vom Max-Planck-Institut für Empirische Ästhetik und vom Ernst-Strüngmann-Institut konzipiert und betrieben. Ich bin sicher, dass sich aus dieser Zusammenarbeit neue Denkansätze bis hin zu gemeinsamen Forschungsaktivitäten in den Neurowissenschaften entwickeln“, ergänzte Wissenschaftsminister Boris Rhein.

An LOEWE-Projekten beteiligt

Das Ernst-Strüngmann-Institut wirkt auch an Projekten des Forschungsförderprogramms LOEWE mit. So ist es Projektpartner in dem seit Januar 2018 laufenden LOEWE-Schwerpunkt „CePTER“ (Center for Personalized Translational Epilepsy Research) zur Epilepsieforschung und war an dem im Jahr 2014 ausgelaufenen LOEWE-Schwerpunkt „NeFF“ (Neuronale Koordination Forschungsschwerpunkt Frankfurt) als Partner beteiligt. Beide Maßnahmen wurden bisher mit insgesamt rund 9,7 Millionen Euro Landesmittel gefördert.
„Ich bin überzeugt, dass diese Investitionen beste Voraussetzung schaffen, um auch künftig im Wettbewerb exzellenter Forschung vorne mitspielen zu können. Damit setzt das Land für die Wissenschaft ein zukunftsweisendes Signal. Die Investitionen in die Spitzenforschung in Hessen sind ein wichtiger Beitrag zur langfristigen Sicherung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Hessen“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

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