Das Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ steht bei den hessischen Kommunen weiterhin hoch im Kurs. Das sagte Innenminister Peter Beuth in Wiesbaden. Für das Jahr 2017 haben 244 Städte und Gemeinden eine Landeszuwendung in einer Gesamthöhe von rund 1,7 Millionen Euro erhalten. Dabei wurden hessenweit 320 Sport-Coaches gemeldet.

Sportminister Beuth: „Bieten unkomplizierten Weg zur Integration an“

„Wir bieten den hessischen Städten und Gemeinden mit unserem Programm einen unkomplizierten Weg an, um Flüchtlinge über den Sport zu integrieren. Mit den Sport-Coaches schaffen wir dabei ein Bindeglied zwischen Kommunen, Vereinen und Flüchtlingen. Sie sind die zentralen Türöffner zu den Vereinen sowie kompetente Ansprechpartner in allen Fragen und koordinieren Aktivitäten, um Flüchtlingen den Weg in die Sportvereine zu ebnen. Die hohe Resonanz unterstreicht, wie wichtig ein solches Projekt ist. Mit dem Förderprogramm tragen wir einen Teil dazu bei, dass Integration im und durch den Sport erfolgreich ist und Schutzsuchende in unserer Gesellschaft angenommen und einbezogen werden“, so Innenminister Peter Beuth.

Sportjugend Hessen schult Coaches

Das Landesprogramm beruht auf einem Modellprojekt der Sportjugend Hessen und wird gemeinsam mit dieser umgesetzt. Die Sportjugend Hessen führt insbesondere die verpflichtenden Schulungen der Sport-Coaches durch, die zu einer Qualitätssicherung des Programms beitragen, und ist Anlaufstelle für Fragen der Sport-Coaches.

Die überwiegende Mehrzahl der Sport-Coaches ist direkt an die Sportvereine angebunden. Ein deutlich geringerer Anteil stammt aus dem Umfeld der Flüchtlingsinitiative oder ähnlichen Institutionen, wie zum Beispiel die Caritas oder die Arbeiterwohlfahrt, sowie aus den Verwaltungen der Städte und Gemeinden.

Fast alle Sportarten mit Integrationsbeispielen

In fast allen Sportarten lassen sich Beispiele für Integration von Flüchtlingen finden. Sowohl in den großen Ballsportarten, wie Fußball, Handball, Volleyball oder Basketball, als auch im Turnen, in der Leichtathletik oder in verschiedenen Kampfsportarten gibt es erfolgreiche Projekte von Sport-Coaches. Aber auch Gesundheitsangebote wie Fitnessprojekte oder Rückenschule werden unterbreitet und angenommen. Eine große Nachfrage gibt es zudem bei Schwimm- und Fahrradangeboten.

Hintergrund

Antragsberechtigt sind Städte und Gemeinden, die mindestens 40 Flüchtlinge untergebracht haben. Kommunen, die weniger als 40 Flüchtlinge untergebracht haben, können in Form einer Interkommunalen Zusammenarbeit Anträge stellen. Je nach Anzahl der untergebrachten Flüchtlinge kann eine Förderung von 5.000 bis zu 25.000 Euro bewilligt werden. Städte und Gemeinden, in denen eine Erstaufnahmeeinrichtung, eine Außenstelle oder Notunterkunft besteht, können zusätzliche Mittel bis zu 15.000 Euro beantragen. Das Geld kann eingesetzt werden für die Aufwandsentschädigungen der Sport-Coaches, Übungsleiter, Schulungsmaßnahmen oder Sachmittel.

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