Eltern möchten ihre Kinder vor den Themen Tod und Trauer schützen. Dennoch werden auch kleine Kinder im Alltag mit dem Tod konfrontiert. Anlässlich der Vorstellung der durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration geförderten PIXI-Sonderproduktion ‚Hanna, Emil und der Friedhof‘ stellt Grüttner fest: „Wir scheuen uns vielfach über Sterben und Tod mit unseren Kindern zu reden. Beides ist aber Teil unseres Lebens und Kinder begreifen ab ca. 5 Jahren die Endgültigkeit des Todes. Dies ist in aller Regel verbunden mit vielen Fragen und manchmal auch mit Ängsten. Deshalb sollten Eltern mit ihren Kindern auch über Sterben, Tod und Trauer reden.“

Unterstützung für Eltern-Kind-Gespräch

Um für dieses Gespräch einen Einstieg zu bieten hat das Ministerium gemeinsam mit der hessischen Koordinations- und Ansprechstelle für Dienste der Sterbebegleitung und Angehörigenbetreuung (KASA) ein PIXI-Heft erstellt. Im Heft wird die Geschichte von Hanna und Emil erzählt, die bei der Suche nach einem Eichhörnchen einen neben dem Spielplatz gelegenen Friedhof besuchen. Hier entdecken sie nicht nur eine große Engelsfigur auf einem Grab und einige kleine Häuser (Mausoleen), sondern auch „schöne Blumen, die auf der Erde liegen“. Wieder bei ihren Eltern haben die Kinder viele Fragen dazu. „Wir sprechen in diesem PIXI nicht über Sterben, Tod und Trauer und geben auch keine Antworten, da hier die Eltern in ihrer eigenen Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder gefragt sind. Wir bieten aber eine Geschichte, die Grundlage für ein Gespräch zwischen Eltern und Kindern sein kann“, stellt Dieter Schulenberg von der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung fest.

Die PIXI-Sonderproduktion „Hanna, Emil und der Friedhof“ wird u.a. durch die hessischen Hospizinitiativen und -dienste verbreitet. Damit soll auch auf deren Arbeit sowie existierende regionale Beratungs- und Unterstützungsangebote für schwer kranke und sterbende Menschen und deren Angehörige aufmerksam gemacht werden.

Weitere Informationen:

Die Koordinations- und Ansprechstelle für Dienste der Sterbebegleitung und Angehörigenbetreuung (KASA) ist ein Arbeitsbereich der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung und wird durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration gefördert. Sie setzt sich hessenweit für die Verbesserung der Sterbebegleitung durch das Initiieren, Begleiten, Fördern und Vernetzen hospizlicher und palliativer Arbeit ein.

Aktuell existieren in Hessen 110 ambulante Hospizinitiativen. 80 ambulante Hospizdienste erhalten auf gesetzlicher Grundlage einen Förderzuschuss der Krankenkasse. In den hessischen Hospizdiensten sind ca. 3.000 qualifizierte ehrenamtlich Tätige aktiv. Zusätzlich zu den ambulanten Hospizdiensten existieren 21 stationäre Hospize sowie ein stationäres Kinderhospiz in Hessen.

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