Der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner hat heute in Wiesbaden die Höhe der Förderung für die 26 Hessischen Gebietskörperschaften aus den regionalen Arbeitsmarkt-, Ausbildungs- und Qualifizierungsbudgets bekannt gegeben. Insgesamt 28 Millionen Euro aus Landes- und ESF-Mitteln werden den Hessischen Gebietskörperschaften für Ausbildung, Ausbildungsvorbereitung, Qualifizierung und berufsbezogene Sprachförderung im Jahr 2019 zur Verfügung gestellt. Der Sozialminister stellte die Kontinuität der Förderung besonders heraus: „Seit 2014 sind die Hessischen Arbeitsmarkt- und Ausbildungsbudgets über das Sozialbudget abgesichert. Das gibt den Gebietskörperschaften ein hohes Maß an Planungssicherheit: Sie sind in der Lage, langfristige Qualifizierungsmaßnahmen umzusetzen, und können die regionale Arbeitsmarkt- und Ausbildungsförderung insgesamt mit einem strategischen Weitblick betreiben.“ Seit dem Jahr 2014 haben die Hessischen Gebietskörperschaften aus den regionalen Budgets hierfür insgesamt rund 130 Millionen Euro erhalten.

Maßnahmen fördern Chancen auf dem Arbeitsmarkt

„Erfolgreiche Sozialpolitik muss sich an den Wirkungen auf die Menschen vor Ort messen lassen. Deshalb verfolgen wir hier den Grundsatz der Regionalisierung“, hob Grüttner hervor. Die über jährliche Zielvereinbarungen zwischen dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und den 26 Kreisen und kreisfreien Städten gesteuerten Mittel würden in den Regionen mit hoher Passgenauigkeit und Professionalität umgesetzt, so der Minister weiter. „Mit am Bedarf der Arbeitsmärkte vor Ort ausgerichteten Maßnahmen der Qualifizierung, der Ausbildungs- und Sprachförderung haben die Gebietskörperschaften den regionalen Förderansatz der Budgets mit Leben gefüllt. Viele Projekte, die ich in den letzten Jahren besucht habe, haben mich in meiner Einschätzung bestätigt: Regionalität bringt Kreativität.“ Insbesondere Langzeitarbeitslose und benachteiligte Jugendliche hätten im Zuge der geförderten Maßnahmen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich verbessert. Auch für die Menschen, die seit 2015 auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Vertreibung nach Deutschland und nach Hessen gekommen seien, hätten die Gebietskörperschaften frühzeitig Maßnahmen auf den Weg gebracht, die Sprachförderung und berufliche Qualifizierung verbinden und eine realistische Chance auf erfolgreiche Arbeitsmarktintegration eröffnen.

Planung für das Jahr2019

Für das Jahr 2019 sei geplant, die Abschlussorientierung von Qualifizierungsmaßnahmen im Rahmen der Strategie „Arbeitswelt Hessen“ weiter zu stärken und die Ausbildungsvorbereitung auch auf solche Zielgruppen auszuweiten, die bislang für eine Ausbildung kaum in Betracht gezogen worden seien, so der Minister. „Qualifizierte Menschen müssen besser am Arbeitsmarkt platziert werden. Das stärkt die Chancengleichheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Sozialbudget ermöglicht uns, eine verantwortungsvolle Sozialpolitik für die Menschen zu gestalten“, so Grüttner abschließend.

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