Hessens Sozialminister Stefan Grüttner nannte den Ort der Veranstaltung „Inklusion (er)leben“ „symbolisch dafür, dass wir das Thema in die Gesellschaft rücken möchten. Daher sind wir mitten in Wiesbaden auf dem Schlosslatz, zentraler geht es nicht, um Menschen mit und ohne Einschränkung zusammenzubringen.“ Die 2016 ins Leben gerufene Aktion zur Bewusstseinsbildung „Inklusion (er)leben!“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und der Landesbehindertenbeauftragten Maren Müller- Erichsen feiert auf dem Wiesbadener Schlossplatz am 28. April. Im Rahmen von „Inklusion (er)leben fanden insgesamt zehn Veranstaltungen zwischen Juni 2016 und September 2017 statt, mit dem Ziel, Möglichkeiten der Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen zu schaffen.

Inklusion „zum Anfassen und Mitmachen“

„Diese Veranstaltung ist mir ein besonderes Anliegen“, betonte Grüttner am Samstag in Wiesbaden. „Inklusion in seiner ganzen Vielfalt und „zum Anfassen und Mitmachen“ ist heute unser Thema“, so der Minister weiter.
Im Herzen von Wiesbaden zeigen diverse Informationsstände, zahlreiche Mitmachaktionen und ein buntes Bühnenprogramm, wie vielfältig das Thema Inklusion ist. Dabei stehen Spaß und Freude im Mittelpunkt, denn Inklusion zu (er)leben, ist für alle ein Gewinn.
Ein großes Inklusionsfest feiern
„Wir wollen mit vielen Beteiligten, Engagierten und Interessierten, mit Politik und Gesellschaft, mit Verbänden und hessischen Bürgerinnen und Bürgern ein großes Inklusionsfest feiern, um die Vielfalt des Themas und die Möglichkeiten für Alle zu zeigen, ins Gespräch zu kommen und Anregungen für die Zukunft sammeln“, so Grüttner weiter.
Von der Firma Opel mit einem behindertengerecht umgebauten Fahrzeug bis hin zum großen Thema Sport und Inklusion reicht die Palette der Infostände und Mitmachaktionen. Die Rhine River Rhinos zeigen großen Sport beim Rollstuhlbasketball und die Freiwillige Feuerwehr Hessen Möglichkeiten, wie sich Menschen mit Einschränkungen bei ihnen mitmachen können.

Modellregionen Inklusion

Die Modellregionen Inklusion aus allen Teilen Hessens informieren über vielfältige Projekte und auf der Bühne werden Musik, Tanz, Kultur und Talk von Menschen mit und ohne Behinderungen Inklusion und Barrierefreiheit anschaulich machen.
„Als Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen freut es mich besonders, dass so viele Menschen mit Einschränkungen auf und neben der Bühne aktiv an diesem Fest der Inklusion mitwirken“, führte Frau Maren Müller-Erichsen aus. „Wenn Menschen mit und ohne Behinderungen ganz selbstverständlich miteinander feiern, sprechen und leben, dann ist das gelebte Inklusion“, so die Beauftragte weiter.

Inklusion muss gelebt werden

„Inklusion fängt in den Köpfen an“, führte Grüttner weiter aus. „Deshalb haben wir diese Aktion gemeinsam durchgeführt. „Und Inklusion kann man nicht verordnen. Sie muss gelebt werden. Daran orientieren und messen wir uns seit Jahren in Hessen und fördern Modellregionen, Umbauten zur Barrierefreiheit und viele Projekte mit mehr als einer Million Euro jährlich und immer mit dem Ziel lebenspraktische Lösungen zu schaffen. Hessen ist das einzige Bundesland mit einem regelmäßigen Wettbewerb Universelles Design, der als Staatspreis in diesem Jahr schon zum dritten Mal vergeben wird und hat bundesweit einmalig die Prüfung aller Landesgesetze in seine Gemeinsame Geschäftsordnung verbindlich aufgenommen.“
„Ich bin stolz, dass es uns gelungen ist, das Thema Inklusion an einen so prominenten und sichtbaren Ort, wie hier auf den Schlossplatz zu bringen. Inklusion gehört mitten in die Gesellschaft und die Öffentlichkeit“, führte Frau Müller-Erichsen aus.

Den eingeschlagenen Weg beständig weiterverfolgen und entwickeln

„Bei allen Erfolgen wissen wir, dass noch eine Wegstrecke vor uns allen liegt, hin zu einer inklusiven Gesellschaft. Die Hessische Landesregierung und ich als Hessischer Sozialminister werden den eingeschlagenen Weg beständig weiterverfolgen und entwickeln, so Grüttner abschließend.
Im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration steht das Referat Vereinte Nationen-Behindertenrechtskonvention für alle Fragen und Anregungen zum Thema zur Verfügung.  Per Email über un-brk@hsm.hessen.de oder telefonisch unter 0611- 3219-3369 erreichbar. 

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