Der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, hat heute bei einem Festakt im Schloss Biebrich an 16 hessische Bürgerinnen und Bürger die Pflegemedaille des Landes Hessen verliehen. Mit der Pflegemedaille des Landes Hessen - eine vom Hessischen Ministerpräsidenten gestiftete Auszeichnung - wird auf den Einsatz pflegender Angehöriger aufmerksam gemacht. „Das Land Hessen will hiermit seinen Dank und seine Anerkennung für herausragendes Wirken von Personen ausdrücken, die über lange Jahre die unentgeltliche Pflege eines nahestehenden Menschen im persönlichen Umfeld übernommen haben. Die zu Ehrenden haben sich große persönliche Verdienste erworben und einen wesentlichen gesellschaftlichen Beitrag geleistet“, erklärte der Sozialminister.

Stellvertretend für die große Zahl von pflegenden Angehörigen

Die Geehrten stünden stellvertretend für die große Zahl von pflegenden Angehörigen, die sich täglich für ihre Mitmenschen engagieren, lobte Sozialminister Grüttner. Vor dem Hintergrund der Zunahme älterer Menschen müsse insgesamt mit einem wachsenden Hilfebedarf gerechnet werden. Daher sei das Ziel der Seniorenpolitik, den älteren Menschen die im Verlauf des Alterns erforderlichen Hilfen, Dienste und Einrichtungen allgemein erreichbar zur Verfügung zu stellen. „Zur Versorgung einer steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen ist die häusliche Pflege unverzichtbar, denn die Mehrzahl der Seniorinnen und Senioren wünscht sich, möglichst in der vertrauten Umgebung des eigenen Zuhauses alt zu werden. Dies kann meist nur durch das hohe Engagement von Familienangehörigen in der Pflege ermöglicht werden“, so Grüttner.
Das Land Hessen verfüge über sehr gut ausgebaute Hilfenetze und Dienstleistungsangebote. Darauf können Pflegende zurückgreifen, um die individuell erforderliche Unterstützung und Entlastung zu erhalten. „Die Seniorenpolitik im Land Hessen ist grundsätzlich darauf ausgerichtet, ältere und pflegebedürftige Menschen in ihrer eigenständigen Lebensführung zu unterstützen und ihnen dabei zu helfen, die größtmögliche Selbständigkeit wiederzugewinnen, wenn sie z.B. durch gesundheitliche oder soziale Umstände beeinträchtigt oder bedroht ist“, sagte der Sozialminister.
Um pflegende Angehörige zu unterstützen und zu entlasten, sei ein differenziertes und wohnortnahes Angebot an Pflegedienstleistungen erforderlich, das neben ambulanten auch teilstationäre Angebote sowie Beratungsmöglichkeiten umfasst. Auch für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege müssen verstärkt Anstrengungen unternommen werden.

Pflegemedaille des Landes Hessen:

Mit der vom Hessischen Ministerpräsidenten gestifteten Pflegemedaille des Landes Hessen wird der Einsatz pflegender Angehöriger geehrt. Sie wird seit 2004 an Bürgerinnen und Bürger verliehen, die einen pflegebedürftigen, kranken oder behinderten Menschen weitgehend unentgeltlich zu Hause mindestens fünf Jahre gepflegt oder betreut haben.
Mit der Pflegemedaille des Landes Hessen wurden in diesem Jahr folgende Personen für die Pflege von Angehörigen bzw. von Bekannten geehrt:
1. Monika Droeser aus Wehrheim (Hochtaunuskreis),
2. Iris Herbold aus Hausen-Arnsbach (Hochtaunuskreis),
3. Birgit Wagner aus Bad Homburg v.d. Höhe (Hochtaunuskreis),
4. Carla Eckhardt aus Nidda Unter-Schmitten (Wetteraukreis),
5. Edeltraud Klauer aus Nidda-Ulfa (Wetteraukreis),
6. Reinhold Möser aus Gettenau (Wetteraukreis),
7. Bettina Kirchhof aus Schotten (Vogelsbergkreis),
8. Bärbel Klein aus Herbstein-Stockhausen (Vogelsbergkreis),
9. Kathrin Forst-Hufnagel aus Waldems-Esch (Rheingau-Taunus-Kreis),
10. Gudrun Dutine aus Hochheim am Main (Main-Taunus-Kreis),
11. Hedwig Oppel aus Frankfurt am Main,
12. Nadeshda Schmidt aus Wiesbaden,
13. Elise Schweinsberg aus Melsungen (Schwalm-Eder-Kreis),
14. Norbert Späth aus Rödermark /Urberach (Landkreis Offenbach),
15. Elke und Dieter Bien aus Streitberg (Main-Kinzig-Kreis),
Zwei weitere Personen werden in einem privaten Rahmen ausgezeichnet

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