„Der jährliche Welthospiztag ist immer wieder Anlass, sich der Endlichkeit des Lebens und dem eigenen Sterben bewusst zu werden. Er ist aber auch Anlass, auf die Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung in Hessen aufmerksam zu machen. Immer wieder zeigt sich, dass Betroffene und deren Angehörige nicht ausreichend über Hospiz- und Palliativangebote in ihrer Nähe informiert sind“, erklärte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner zum Welthospiztag am 13. Oktober 2018. „Ich möchte heute am Welthospiztag auch meinen großen Dank der Hospizbewegung aussprechen, die sich in der ganz individuellen Begleitung sterbender Menschen engagiert sowie auch in der Frage, wie wir erreichen können, dass ein würdevolles schmerzfreies Sterben in Geborgenheit für alle Menschen möglich wird“, so Sozialminister Grüttner mit Hinweis auf das hohe Engagement vieler ehrenamtlich Engagierter in den Hospizinitiativen und -diensten in Hessen. Weiter weist Grüttner darauf hin: „Hessen wird auch zukünftig dieses vorbildliche Engagement fördern. Dies entspricht dem Grundsatz der Landesregierung, das Leben in seiner Gesamtheit und das Sterben als einen Teil des Lebens zu begreifen und ein Leben - und somit auch ein Sterben - in Würde zu ermöglichen.“

Die Hessische Landesregierung hat bereits im Jahr 1997 die Impulse der Hospizbewegung aufgenommen und eine Arbeitsgemeinschaft mit Vertreterinnen und Vertreter der Ärzteschaft, der Pflegeberufe, der Wohlfahrtsverbände, der Kirchen, der Hospizinitiativen, der stationären Hospize, der Kranken- und Pflegekassen, der Heimaufsicht und inzwischen auch der Palliativmedizin und ihres Fachverbandes gegründet, die kontinuierlich seit Jahrzehnten gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration an der Verbesserung der Sterbebegleitung in Hessen arbeiten. So sind aktuell in Hessen 110 ambulante Hospizinitiativen tätig. 80 ambulante Hospizdienste erhalten auf gesetzlicher Grundlage einen Förderzuschuss der Krankenkasse. In den hessischen Hospizdiensten sind ca. 3.000 qualifizierte ehrenamtlich Tätige aktiv. Zusätzlich zu den ambulanten Hospizdiensten existieren 21 stationäre Hospize sowie ein stationäres Kinderhospiz in Hessen.

Hospiz- und Palliativarbeit in Hessen

In Hessen gibt es

  • 100 ambulante Hospizinitiativen,davon 80 ambulante Hospizdienste, gefördert gem. § 39a Abs. 2 SGB V, in denen 3.026 qualifizierte Engagierte ehrenamtlich engagieren
  • 11 ambulante Kinderhospizdienste
  • 21 stationäre Hospize
  • 1 stationäres Kinderhospiz
  • 22 ambulante Palliativteams SAPV (mit abgeschlossenem Vertrag mit den Gesetzlichen Krankenkassen)
  • 3 ambulante Palliativteams SAPV für Kinder und Jugendliche
  • 36 Krankenhäuser mit einer Palliativeinrichtung
  • 1.304 Ärztinnen und Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin
    Die Landesregierung unterstützt deren wichtige Arbeit durch die landesweit tätige Koordinations- und Ansprechstelle für Sterbebegleitung und Angehörigenbetreuung (KASA). Ziel der KASA ist es, zur Verbesserung der Sterbebegleitung durch das Initiieren, Begleiten, Fördern und Vernetzen hospizlicher und palliativer Arbeit beizutragen. So findet am 7. November 2018 in Kooperation mit Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration die 19. Fachtagung „Leben und Sterben“ in den Nieder-Ramstädter Diakonie in Mühltal statt. Schwerpunkt der diesjährigen Tagung ist das Thema Begleitung sterbender und trauernder Menschen mit geistiger Behinderung.

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