In einer Vorlesestunde mit jungen Schülerinnen und Schülern der Marie-Curie-Schule in Frankfurt ging es heute phantastisch zu. Zum Anlass genommen hatte Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz den „Bundesweiten Vorlesetag“, um aus dem Buch „Von Samba tanzenden Mäusen, Mondscheinkarussellen und fliegenden Ziegen“ der Autorinnen Isabel Abedi und Almud Kunert kurze Geschichten vorzulesen und so die Begeisterung der Kinder am Lesen zu wecken. Lorz machte darauf aufmerksam, wie wichtig Vorlesen und Lesen für die Sprachkompetenz und damit für die gesamte Entwicklung der Kinder sei. „Vorlesen stärkt das Sprachvermögen, weckt Neugier auf Geschriebenes und ist darüber hinaus wichtig für die emotionale Entwicklung. Mit kaum einer anderen Tätigkeit kann man Kinder so wirksam und umfassend fördern“, erklärte Lorz. Der bundesweit stattfindende Vorlesetag am 17. November ist eine Initiative der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung „Die Zeit“ und der Deutsche Bahn Stiftung.

Zum mittlerweile zwölften Mal in Folge engagieren sich die Mitglieder der Hessischen Landesregierung rund um den offiziellen bundesweiten Vorlesetag mit eigenen Vorleseaktionen. Im Zeitraum vom 14. bis 20. November lesen sie hessenweit in 19 ausgewählten Einrichtungen vor. „Es ist mir als Kultusminister ein besonderes Anliegen, Kinder früh für das Abenteuer Lesen zu begeistern. Sowohl Vorlesen als auch Lesen sind wichtige Elemente, um die Phantasie und Kreativität anzuregen. Dies baut den Wortschatz der Kinder in besonderem Maße aus“, so der Minister. Kinder, denen häufig vorgelesen werde, könnten sich besser konzentrieren und ausdrücken. Darüber hinaus verbessere sich die Beobachtungsgabe und das Gedächtnis der Kinder und es werde erste Medienkompetenz vermittelt. „Lesen führt zur Selbständigkeit, stärkt das eigene Urteilsvermögen und begleitet junge Menschen auf dem Weg hin zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern”, so Lorz.

Sprachkompetenz als Schlüsselqualifikation

Sprach- und Leseförderung sind zentrale Bestandteile des Bildungsauftrags der Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen. Sie stehen deshalb im Zentrum des hessischen Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder von 0 bis 10 Jahren. „Der Erwerb der Sprachkompetenz ist die wesentliche Schlüsselqualifikation und Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg“, betonte Lorz und hielt abschließend fest: „Je früher Eltern, Erzieherinnen und Erzieher und Lehrkräfte anfangen Bücher und Gedichte vorzulesen, desto eher erwerben Kinder Freude am Sprechen und am Dialog. So lernen sie, sich sprachlich mitzuteilen und mit anderen auszutauschen. Deshalb freue ich mich, heute einen kleinen Beitrag dazu leisten zu dürfen.“

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