Das Hessen-Büro ist Teil der Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“, mit der die Hessische Landesregierung einen Schwerpunkt ihrer Regierungsarbeit auf die Förderung der ländlichen Regionen legt. Ein Investitionsbereich des 1,8 Milliarden Euro Landesmittel umfassenden Programms ist die Reform der Hessischen Steuerverwaltung. Unter dem Motto „Arbeit zu den Menschen und in die Heimat bringen“ werden 500 Arbeitsplätze in ländlich gelegene Finanzämter verlagert.
„Hessens gute Zukunft liegt auch auf dem Land. 85 Prozent der Fläche ist ländlich geprägt, jeder zweite Hesse ist hier zu Hause. Mit dem 1. Hessen-Büro bringen wir die Arbeit zu den Menschen, hier ganz konkret in die Region Limburg. Wir setzen bewusst ein Zeichen, dass Menschen auf dem Land gute, sichere Arbeitsplätze und Karrierechancen vor der eigenen Haustür haben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es werden Kilometer gespart und damit Umwelt, Nerven und der Geldbeutel geschont, vor allem aber profitieren die Mitarbeiter mit ihren Familien und die Region, in der sie beheimatet sind“, so Ministerpräsident Bouffier und Finanzminister Dr. Schäfer.
„Die Bereitschaft ist groß. Land hat eben Zukunft.“
Beim Pilotprojekt des Hessen-Büros in Limburg stehen rund 30 Beschäftigten des Finanzamts Hofheim Räumlichkeiten zur Verfügung. Sie können dort zunächst zwei Tage die Woche arbeiten und sparen sich das Pendeln aus der mehr als 60 Kilometer entfernten Region Limburg nach Hofheim. Das Hessen-Büro steht auch Bediensteten anderer Landesbehörden für ihre Arbeit offen.
„Die Hessische Steuerverwaltung ist eine innovative und leistungsstarke Verwaltung. Mit ‚Arbeit zu den Menschen und in die Heimat bringen‘ schaffen wir sichere, gute und attraktive Arbeitsplätze abseits der Ballungsräume. Wir gehen damit dorthin, wo wir auch viele motivierte Jugendliche treffen, die eine Ausbildung bei uns beginnen möchten. Für die Hessische Steuerverwaltung ist das ein großer Gewinn – für die ländlichen Regionen auch“, betonte Finanzminister Dr. Thomas Schäfer in Limburg. „Wichtig ist mir, dass die Verlagerung der Arbeitsplätze nur im Einvernehmen mit den Beschäftigten und freiwillig erfolgt. Wer nicht möchte, muss nicht. Die überwältigende Resonanz zeigt aber, dass viele unserer Kolleginnen und Kollegen auf diese Möglichkeiten geradezu gewartet haben. Die Bereitschaft ist groß. Land hat eben Zukunft.“
Steigerung der Effektivität
Zum Jahresbeginn 2018 konnten von 35 hessischen Finanzämtern bisher bereits sechs im ländlichen Raum gelegene Ämter von der Strukturreform profitieren: die Ämter Alsfeld-Lauterbach, Bensheim, Schwalm-Eder, Nidda, Limburg-Weilburg und Michelstadt. Mit dem Hessen-Büro in Limburg sind es bisher schon rund 140 Arbeitsplätze, die konkret in die ländlichen Regionen verlagert wurden. In Lauterbach wurde der Bau eines neuen Amtes angestoßen, in Bensheim wird bereits an weiteren Stockwerken für das bestehende Amt gebaut. Ziel der Landesregierung ist, 500 Arbeitsplätze raus aus den Ballungszentren in ländlicher gelegene Ämter zu verlagern.
„Das Hessen-Büro in Limburg ist eine wunderbare Symbiose aus einer modernen Arbeitsort- und Arbeitszeitform und der Belebung unseres schönen Landes abseits der Zentren. Sie bringt für die Kolleginnen und Kollegen vor Ort eine wesentliche Erhöhung ihrer Lebens- und Arbeitsqualität mit sich, für den Raum Limburg zusätzliche Arbeitsplätze und für die Hessische Steuerverwaltung bedeutet es eine Steigerung ihrer Effektivität. Land hat Zukunft, heißt es bei uns in Hessen. Daran arbeiten wir, damit das Leben für möglichst viele Menschen in Hessen zum Gewinn wird – egal wo sie wohnen“, sagte Ministerpräsident Bouffier.
Hintergrund
Mit der Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“ intensiviert die Landesregierung ihre Anstrengungen, um die ländlichen Regionen für die Zukunft zu stärken. Sie setzt hierfür 2018 und 2019 rund 1,8 Milliarden Euro Landesmittel ein. Gefördert werden beispielsweise Bürgerbusse zur Sicherung der Mobilität mit je 1,25 Millionen Euro pro Jahr oder Pilotprojekte zur Aktivierung von Flächen in Innenlagen, um aufgegebene Gebäude und Leerstände zu vermeiden. Auch der Ausbau freier WLAN-Hotspots in ländlichen Kommunen wird mit einer Summe von jährlich einer Million Euro unterstützt, genauso wie die medizinische Versorgung. Für das Modell „Gemeindeschwester 2.0“ stehen 3,7 Millionen Euro bereit. Die Neubesetzung von Landarztstellen fördert die Landesregierung mit einer Million Euro. Hinzu kommt eine Ergänzung der medizinischen Versorgung durch Telemedizin-Projekte.

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Downloads:
Präsentation. Arbeit zu den Menschen. Hessen-Büro Limburg (PDF / 282 KB)
Links:
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