Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Prof. Dr. Eberle bringt die Persönlichkeit und die fachlichen Kompetenzen mit, die für die Leitung eines solch bedeutenden Kunstensembles wie der Museumslandschaft Hessen Kassel unabdingbar sind. Vor allem seine Erfahrung mit Bau- und Sanierungsmaßnahmen historischer Gebäude werden ihm helfen, dieses einzigartige Ensemble aus Schlössern und Gärten in Kassel als Zuschauermagnet zu wahren und auszubauen. Ich gratuliere Herrn Prof. Dr. Eberle und wünsche ihm viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe.“

Persönlichkeit und Kompetenzen stimmen

Derzeit arbeitet Prof. Dr. Martin Eberle als Direktor der Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha, er wird seine neue Stelle aber schnellstmöglich antreten. In Gotha machte er sich vor allem einen Namen mit der Neukonzeption der Gothaer Schloss- und Museumslandschaft – ein Erfolg, der die Findungskommission besonders beeindruckte.

Größtes Kulturinvestitionsprojekt des Landes

Auch in der Museumslandschaft Hessen Kassel übernimmt Prof. Dr. Eberle ein großes Vorhaben: Vor genau zehn Jahren hat das Land Hessen eine konzeptionelle Neuaufstellung der MHK beschlossen, die mit einem finanziellen Volumen von inzwischen mehr als 220 Millionen Euro das größte Kulturinvestitionsprojekt des Landes Hessen darstellt. Der Prozess umfasst weitreichende inhaltliche Veränderungen sowie umfangreiche Baumaßnahmen – sowohl die Sanierung von denkmalgeschützten Bauten als auch die Errichtung von Neubauten, wie aktuell des „Deutschen Tapetenmuseums - Museum für Raumkunst“. Ein wesentlicher Erfolg war auf diesem Weg auch die Aufnahme des Bergparks Wilhelmshöhe mit seinen Wasserkünsten ins UNESCO-Weltkulturerbe. Diese besonderen Anforderungen und Herausforderungen stellen einen wichtigen Teil seiner zukünftigen Aufgaben und Verantwortungen dar.

„Die Museumslandschaft Hessen Kassel zu leiten, ist für einen Kunsthistoriker nicht einfach nur eine Aufgabe, sondern eine Ehre. Insbesondere freue ich mich auch schon sehr auf die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterin in Kassel“, so Prof. Dr. Martin Eberle.

MHK unter einem Dach vermarkten

Zur Museumslandschaft Hessen Kassel gehören neben dem UNESCO-Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe mit dem Herkules und den Wasserspielen, Schloss Wilhelmshöhe, die Löwenburg, das Ballhaus und das Große Gewächshaus sowie der Staatspark Karlsaue mit der Insel Siebenbergen, dem Orangerieschloss mit Astronomisch-Physikalischem Kabinett und Planetarium und dem Marmorbad, das Hessische Landesmuseum mit der Torwache und die Neue Galerie. Weiterhin gehören das Schloss Friedrichstein in Bad Wildungen und das Schloss mit dem Schlosspark Wilhelmsthal bei Calden zum Verantwortungsbereich des Direktors der MHK.

„Ich bin sicher, dass Prof. Dr. Eberle dieses außerordentlich attraktive Kulturensemble mit neuen Ideen bereichern wird. Eine besondere Herausforderung in Kassel ist es, die verschiedenen kunst- und kulturhistorischen Schwerpunkte der Sammlungen thematisch zu vernetzen und unter einem gemeinsamen Dach zu vermarkten. Es gilt, Traditionsbewusstsein und Moderne in einem Konzept für das 21. Jahrhundert zu vereinen“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Zur Person

Prof. Dr. Martin Eberle wurde am 11. Februar 1968 im bayerischen Schrobenhausen geboren. Er studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Historische Hilfswissenschaften in München, Bamberg, Jena und Kassel. Von 1996 bis 1999 arbeitete er im Kulturamt der Stadt Leipzig, danach übernahm er die Leitung des Gohliser Schlösschens in Leipzig und des Städtischen Museums Braunschweig. Seit Oktober 2007 ist er Direktor der Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha.

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