Kunst- und Kulturminister Boris Rhein trauert um Ferry Ahrlé. Der Maler, Autor, Zeichner und Filmproduzent ist am Mittwoch im Alter von 93 Jahren in seiner Heimatstadt Frankfurt verstorben.

Ahrlé begeisterte und inspirierte die Menschen

„Mit tiefer Betroffenheit habe ich vom Tod Ferry Ahrlés erfahren. Wir trauern um einen Mann, der nicht nur die Frankfurter Künstlerszene wesentlich geprägt, sondern die ganze Republik mit seinem Können und seinem Charme verzaubert hat. Ferry Ahrlé verstand es meisterhaft, andere zu begeistern und zu inspirieren“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

Meister des schnellen Zeichnens

Ferry Ahrlé wurde 1924 in Frankfurt am Main geboren, wuchs in Berlin auf und kehrte später in seine Geburtsstadt zurück. Er war in vielen Kunstformen zu Hause und erhielt für sein Schaffen zahlreiche Auszeichnungen – wie beispielsweise den Hessischen Verdienstorden. Ferry Ahrlé war Maler mit einem großen Talent zum schnellen Zeichnen, er schrieb Bücher und Drehbücher, trat im Fernsehen auf, produzierte Filme und schaffte es Mitte der 50er Jahre, das Design von Kinoplakaten zu einer Kunstform zu erheben.

Berühmt für seine Porträts

Besonders bekannt war Ferry Ahrlé für seine Porträts. Rund 4.000 Gesichter bannte er auf die Leinwand, viele davon gehörten wichtigen Persönlichkeiten der Frankfurter Stadtgeschichte, aber auch Berühmtheiten aus Theater, Showbusiness und Musik der alten Bundesrepublik. Legendär wurde die Fernsehserie „Sehr ähnlich, wer soll’s denn sein“, in der er sich mit berühmten Menschen unterhielt und sie gleichzeitig zeichnete. Für diese Idee wurde er 1980 mit dem „Golden Award“ auf dem Internationalen Film- und Fernsehfestival in New York ausgezeichnet.

Beilspielgebender Einsatz für die Kunst

„Ferry Ahrlé war ein kreatives Genie und jemand, der die Menschen berührte. Sein Einsatz für die Kunst war beispielgebend. Wir werden ihm nicht nur in Frankfurt ein ehrendes Andenken bewahren“, würdigte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein die Verdienste des Verstorbenen.

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