Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute den Wartturm im Schlosspark Wilhelmsthal in Calden besichtigt. Die Anlage wurde vier Jahre lang restauriert und steht den Besucherinnen und Besuchern ab dem 22. April wieder in Führungen offen. Für die Instandsetzungsarbeiten hat das Land Hessen 330.000 Euro investiert.

Wieder für Besucher offen

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Ich freue mich, dass wir heute die Ergebnisse der Arbeiten begutachten können und dass die Besucherinnen und Besuchern nun wieder in den Genuss dieser Anlage kommen. Besonders beeindruckend ist, wie weit das ursprüngliche Erscheinungsbild der Fassade und der Innenräume wiederhergestellt werden konnte. Die 330.000 Euro sind gut angelegt.“

Gebaut im Jahr 1800

Der Wartturm stammt aus dem Jahr 1800. Damals ließ Landgraf Wilhelm IX, inspiriert von der damaligen Epoche der Romantik, einen mittelalterlich anmutenden Turm errichten. Von hier aus hat man einen großartigen Ausblick auf die Umgebung. Die Turmanlage wurde in den vergangenen vier Jahren abschnittsweise instandgesetzt: Zu den Arbeiten gehörten unter anderem Innenraumfassungen, Parkettarbeiten, die Erneuerung von Treppengeländern, Sandsteinarbeiten, Fenster- und Türeninstandsetzungen und Mauerwerksarbeiten.
Ab dem 22. April können sich die Besucherinnen und Besucher den Turm in regelmäßigen Führungen zeigen lassen. Der Höhepunkt der Turmbesichtigung ist der Ausblick von der oberen Plattform. Von hier aus ist der Jagdstern zu sehen, ein Element aus der barocken Garten- und Landschaftsgestaltung. Er stellt den Mittelpunkt eines Systems aus sternförmig zusammenführenden Sichtachsen und Schneisen dar. Jagdsterne dienten der Gliederung und der Erschließung eines Jagdreviers unter anderem für die Treibjagd mit Hunden, einem beliebten Vergnügen im 17. und 18. Jahrhundert.

Kleinod Schlosspark Wilhelmsthal 

„Der wunderschöne Schlosspark Wilhelmsthal ist ein Kleinod, das wir bewahren möchten. Neben der Instandsetzung des Wartturms fördert das Land Hessen dort auch weitere Arbeiten: die Restaurierung und Umnutzung der Wachhäuser mit rund 900.000 Euro und die Restaurierung des Skulpturenschmucks des Grottenkanals im Schlosspark mit rund 700.000 Euro. So sorgen wir dafür, unser kulturelles Erbe zu schützen, zu erhalten und für die Besucherinnen und Besucher erlebbar zu machen“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

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