Kunst- und Kulturminister Boris Rhein trauert um Max Weinberg. Der Maler, Grafiker und Bildhauer ist am Mittwoch im Alter von 90 Jahren in Frankfurt verstorben.

Begeisterte mit seiner Leidenschaft

„Die Nachricht von Max Weinbergs Tod macht mich traurig. Er war ein außergewöhnlicher Künstler, der für seine Arbeit brannte und uns mit dieser Leidenschaft begeistert hat. Seine Werke waren so außergewöhnlich wie seine Persönlichkeit. Wir werden ihn vermissen“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

Atelier war Ort des Austauschs

Max Weinberg wurde 1928 in Kassel geboren. Wenige Jahre später floh er mit seinen Eltern vor den Nationalsozialisten nach Israel. Bereits als Jugendlicher begann er zu malen und verkaufte erste Bilder in Tel Aviv. Nach einem Studium an der staatlichen Akademie für Kultur und Künste in Tel Aviv sah sich Weinberg daran gehindert, seine künstlerische Laufbahn in Israel fortzusetzen, und zog 1959 nach Frankfurt. Dort arbeitete er seit mehreren Jahrzehnten in einem Atelier in der Innenstadt, in der er gern und häufig Schulklassen und ausländische Reisegruppen empfing, insbesondere aus Israel.

Bekannt für große bunte Bilder

Bekannt wurde Max Weinberg mit oft großformartigen, bunten Bildern von abstrakten Gestalten mit vielen Augen, Beinen und Brüsten. Auch sein Aussehen war unverwechselbar: Max Weinbergs Markenzeichen waren lange Haare, Bart und schwarz umrandete Augen.
„Max Weinberg war stets auf der Suche nach der nächsten Idee, der nächsten Inspiration. Gleichzeitig hat er Frankfurt über Jahrzehnte hinweg die Treue gehalten und seine Kunst auch dazu genutzt, Menschen zu verbinden. Max Weinberg eröffnete uns mit seinen Bildern neue Welten und brachte uns dazu, unser Gewohntes zu hinterfragen. Diese Stimme ist nun verstummt. Wir werden sein Andenken in Ehren halten“, würdigte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein die Verdienste des Verstorbenen.

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