Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute die Burg Münzenberg im Wetteraukreis besucht und sich über den Stand der Sanierungsarbeiten informiert. Die Festung ist eine der bedeutendsten stauferzeitlichen Burgen in Deutschland, die vom Kulturinvestitionsprogramm der Landesregierung profitiert. Bis zum Jahr 2019 stehen zehn Millionen Euro für Sanierungen und Restaurierungen von Baudenkmälern wie Schlösser, Gärten und Burgen zur Verfügung.

Beliebtes Wahrzeichen der Region erhalten

„Die Burg Münzenberg prägt mit ihren hochaufragenden Bergfrieden das Land und ist ein beliebtes Ausflugsziel, sie liegt den Menschen im Wetteraukreis am Herzen. Die Sanierungsarbeiten dienen der Substanzsicherung, gewährleisten die Verkehrssicherheit und tragen so dazu bei, ein beliebtes Wahrzeichen der Region zu erhalten. Dafür stellen wir 500.000 Euro aus dem Etat unseres Kulturinvestitionsprogramms zur Verfügung. Bei meinem heutigen Besuch konnte ich mich persönlich davon überzeugen, dass unser Geld in dieser einzigartigen Anlage sehr gut angelegt ist und die Arbeiten gut vorangekommen sind,“ sagte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

Starke Witterungsschäden

Die Burg Münzenberg ist mit ihren zwei charakteristischen Rundtürmen eine aus großer Ferne sichtbare Landmarke, die die gesamte Wetterau beherrscht. Die Staufer errichteten die Burg im 12. Jahrhundert, weil sie die Wetterau zum Reichsterritorium ausgebaut hatten.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg so stark beschädigt, dass sie nur noch eine Ruine war und verfiel. Überall an den Gebäuden der Burg Münzenberg ist wertvolle romanische Bausubstanz erhalten geblieben. Durch die Lage auf dem Bergkegel ist das Mauerwerk der Burg jedoch in hohem Maße der Witterung ausgesetzt. Windschliff und Regen setzen dem Mauerwerk erheblich zu.

Burgen und Schlösser noch attraktiver machen

Mit der Summe aus dem Kulturinvestitionsprogramm konnte in einem ersten Bauabschnitt 2017 der Wehrgang instandgesetzt werden. 2018 finden Voruntersuchungen und Planung für die Instandsetzung der historischen Treppe zum Ostturm und der Mauerkronen statt. Diese Arbeiten werden dann im Jahr 2019 ausgeführt.
„Sanierungsaufgaben an historischen Gebäuden und Parkanlagen sind in der Regel forschungs- und kostenintensiv und erfordern große Umsicht und intensive Betreuung. Dieses Geld ist jedoch gut angelegt, weil es dafür sorgt, dass unsere Kulturschätze für die Menschen erlebbar bleiben. Mit unserem zehn Millionen Euro umfassenden Kulturinvestitionsprogramm wollen wir aber nicht nur die Substanz erhalten, sondern unsere Burgen, Schlösser und Gärten noch attraktiver für die Besucher gestalten“, erklärte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

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Mehr Infos zum Kulturinvestitionsprogramm

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