Das Geld aus dem Programm „KIP macht Schule!“ erhält der Landkreis zur Modernisierung und Instandsetzung seiner Schulen. Die symbolische Übergabe des Förderbescheids dazu fand in der Bad Hersfelder Lingg-Schule statt. Nachdem der Hessische Landtag das Programm im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht hatte, fiel kurz vor Weihnachten auch offiziell der Startschuss, um Hessens Schulen fit für die Zukunft des Lernens zu machen. „Mit ‚KIP macht Schule‘ rücken wir bei der finanziellen Unterstützung unserer Kommunen unsere Schulen in den Mittelpunkt. So setzen wir nicht nur auf die bestmögliche Ausbildung und Versorgung unserer Lehrkräfte, sondern stehen auch den Schulträgern zur Seite, damit sie für unsere Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte moderne Schulgebäude bauen, nötige Sanierungsmaßnahmen anstoßen oder in die Ausstattung investieren können“, erläuterte der Minister und fügte hinzu: „KIP kann jetzt hessenweit Schule machen. Als Hessische Landesregierung sind wir stolz darauf, ein Investitionsvolumen von über einer halben Milliarde Euro zur Verfügung stellen zu können, das in Zukunft nicht nur unseren Schülerinnen und Schülern, sondern auch den Lehrkräften und Eltern zugutekommt und den Schulalltag für die ganze Schulgemeinde noch angenehmer gestaltet.“

„Die Lingg-Schule in Bad Hersfeld ist ein gutes Beispiel für den Investitionsbedarf, den wir an unseren Schulen haben“, erklärte Landrat Dr. Michael Koch. „Mein Dank gilt Land und Bund, denn die Gelder für unsere Schulen können wir gut gebrauchen, auch wenn das allein nicht alle Probleme löst.“ Koch kündigte an, den Kreistag über die konkrete Verwendung der Mittel im Landkreis Hersfeld-Rotenburg entscheiden zu lassen.

Hintergrund:

Das Investitionsprogramm richtet sich an alle 31 kommunalen Schulträger in Hessen und verfügt über ein Gesamtvolumen von mehr als 530 Millionen Euro. Wie bei Investitions- und Konjunkturprogrammen üblich, beteiligen sich die Kommunen zu einem Teil an den Investitionen und kommen für die räumlichen und sächlichen Kosten des Schulbetriebs auf. Zu ihren Aufgaben gehören auch Bau, Unterhaltung, Erweiterung und Instandsetzung der Schulgebäude. Bund und Land tragen im Fall von „KIP macht Schule!“ jeweils 75 Prozent der Kosten, die Schulträger steuern 25 Prozent bei.

Im Bundesteil von „KIP macht Schule!“ für finanzschwache Kommunen sind 25 Schulträger antragsberechtigt. Als finanzschwach gelten Schulträgerkommunen, die eine unterdurchschnittliche Steuereinnahmekraft haben oder unter dem Kommunalen Schutzschirm des Landes stehen. „Unabhängig von der Finanzkraft der Schulträger besteht aber hessenweit Bedarf an modernen Lösungen für unsere Schulen. Als Landesregierung ist uns deshalb besonders daran gelegen, dass die Verantwortlichen nach Möglichkeit alle Schulen in ihrem Zuständigkeitsbereich teilhaben lassen. Denn so kann eine möglichst große Zahl an Schülerinnen und Schülern von dem Programm profitieren“, sagte Lorz abschließend. Die Anträge auf Förderung können die Schulträger ab Januar 2018 bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen einreichen.

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