Seit dem vergangenen Jahr kommen in zehn Frankfurter und Offenbacher Schulen für mehr als 9.000 Schülerinnen und Schüler erstmals sogenannte „Schulgesundheitsfachkräfte“ bzw. Schulkrankenschwestern zum Einsatz. Ziel dieser Fachkräfte ist es, die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler sowie des Schulpersonals zu stärken, damit Fehlzeiten zu reduzieren und die Lehrerinnen und Lehrer zu entlasten.
Nach einer intensiven und berufsbegleitenden Qualifizierung wurden nun vor kurzem an der Evangelischen Hochschule Darmstadt im Rahmen einer Feierstunde die Abschlusszertifikate an die zehn Absolventinnen überreicht. Hier konnten den rund 100 anwesenden Fachleuten auch erstmals Zwischenergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation durch die Charité Berlin vorgestellt werden. Neben einer ausführlichen Beschreibung der Bedarfslage konnten die Wissenschaftler über erste Auswirkungen des Modellprojekts berichten. „Aufgrund des positiven Feedbacks haben wir uns entschieden, das vielversprechende und innovative Modellprojekt über das Jahr 2018 hinaus um ein weiteres Jahr zu verlängern. Dies gibt uns die Gelegenheit, eine umfassende Gesamtbeurteilung vorzunehmen“, erklärte Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz.

Hintergrund

Die Schulgesundheitsfachkräfte sind in Hessen Angestellte der Schulen. Getragen wird das Projekt durch die Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAGE) mit Sitz in Frankfurt. Die Finanzierung des Modellprojekts erfolgt größtenteils durch die AOK Hessen. Ein Steuerkreis mit Experten aus Verwaltung, Wissenschaft und Gesundheitswesen begleitet das Vorhaben, das umfangreich wissenschaftlich evaluiert wird.

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