Innenminister Peter Beuth hat sich heute beim Polizeipräsidium Frankfurt über die neue Kontrolleinheit KART („Kontrolleinheit Auto-Poser, Raser, Tuner“) informiert. Seit dem 1. März dieses Jahres und zunächst im Pilotversuch für ein Jahr gehen sieben Zivilbeamten verstärkt gegen illegal getunte und hochmotorisierte Fahrzeuge vor, die durch überhöhte Geschwindigkeit Verkehrsteilnehmer gefährden oder durch überlaute Motoren Anwohner stören. 1.100 Fahrzeuge sind bis heute kontrolliert worden. Dabei wurden über 680 Ordnungswidrigkeiten festgestellt, 76 Fahrzeuge sichergestellt und 44 Strafanzeigen erstattet.
„Mit der Einsetzung unserer Experten von KART verdeutlichen wir, dass wir das zunehmende Beschwerdeaufkommen der Bevölkerung ernst nehmen und handeln. Wir dulden keine Verkehrsteilnehmer, die mit ihren illegal getunten und hochmotorisierten Fahrzeugen andere Verkehrsteilnehmer durch waghalsige Manöver gefährden oder Anwohner durch überlaute Motoren permanent belästigen. Wir haben mit der neuen Kontrolleinheit den Druck auf die illegale Tuner-Szene in Frankfurt erhöht“, so Innenminister Peter Beuth.

Spezialwissen im Umgang mit getunten Autos erforderlich

Für die verstärkte Kontrolle der Poser- und Tuner-Szene in Frankfurt war der Aufbau einer eigenen Einheit nötig, da beim Umgang mit getunten Autos Spezialwissen erforderlich ist und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behörden – Zulassungsstelle, Bußgeldstelle oder etwa Staatsanwaltschaft – intensiver ist, als im regulären Streifendienst.
Illegale Autorennen sind in Frankfurt eher selten, auch weil es keine etablierte Szene gibt. Dennoch konnten die Zivilbeamten der Kontrolleinheit KART ein Autorennen an einer Ampel beweissicher dokumentieren und drei Strafanzeigen einleiten. Weiterhin wurde eine Vielzahl von manipulierten Fahrzeugen aus dem Verkehr gezogen, bei denen durch Umbauten (Einbau sog. „Sound-Boxen“) ein unerträgliches Lärmniveau (über 100 Dezibel) erreicht wurde. Die Kontrolleinheit KART nutzt für ihre Arbeit sowohl fest installierte, als auch mobile Messanlagen sowie Laserpistolen. Auch Zivilfahrzeuge mit eingebauter Kamera sind im Einsatz, um Geschwindigkeitsverstöße festzustellen und diese unmittelbar zu ahnden.

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