Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser (TSF-W) an den Löschverband Oberseelbach-Lenzhahn übergeben und das Engagement der Brandschützer hervorgehoben. Zusätzlich überbrachte der Minister einen Zuschuss für den Feuerwehrverein in Höhe von 500 Euro.
„Die Landesregierung misst dem Brand- und Katastrophenschutz eine besondere Bedeutung für die Gefahrenabwehr in Hessen bei. Deswegen fördern wir die Beschaffung von Fahrzeugen sowie den Bau von Feuerwehrhäusern mit Rekordsummen. Vernünftige Einsatzmittel sind für die Feuerwehren unabdingbar, vor allem aber für den Schutz der Bevölkerung vor Ort notwendig. Das Engagement der Brandschützer des Löschverbandes Oberseelbach-Lenzhahn und ihre Bereitschaft, Tag für Tag, Nacht für Nacht für die Mitmenschen der Gemeinde da zu sein, ist vorbildlich. Wir brauchen Menschen wie Sie und ich hoffe, dass Ihnen die Arbeit im Löschverband auch Freude, Kameradschaft und Anerkennung bringt“, so Innenminister Peter Beuth bei der feierlichen Übergabe des Feuerwehrfahrzeugs am „Tag der Feuerwehr“ in Niedernhausen.

Löschverband vor wenigen Jahren erfolgreich zusammengeschlossen

Die Gründung des Löschverbandes Oberseelbach-Lenzhahn erfolgte im Jahr 2015 auf freiwilliger Basis. Im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) wurde das Projekt seitens des Landes mit 50.000 Euro gefördert. Durchschnittlich 19 Mitglieder der Einsatzabteilung sind seitdem aktiv und haben in den vergangenen Jahren rund 150 Einsätze absolviert. Die Brandschützer aus den beiden Niedernhausener Ortsteilen gründeten zusätzlich jetzt eine neue Kinderfeuerwehr. Die „Feuerfüchse“ bestehen bereits aus elf Kindern.
„Der gemeinsame Löschverband Oberseelbach-Lenzhahn zeichnet sich trotz des erst vor wenigen Jahren erfolgten Zusammenschlusses durch große Tüchtigkeit aus. Für die unzähligen Stunden und die Freizeit, welche die Kameradinnen und Kameraden opfern, um für ihre Mitmenschen oder dem neu gegründeten Feuerwehrnachwuchs da zu sein, gebührt dem Löschverband unser Dank“, betonte Innenminister Peter Beuth.

Hintergrund

Die Feuerwehren im Rheingau-Taunus-Kreis profitierten in den vergangenen zwei Jahren von hohen Landeszuwendungen. Über 1,25 Millionen Euro investierte das Land an Fördermitteln, von denen 16 Feuerwehrfahrzeuge und fünf bauliche Maßnahmen unterstützt werden konnten. Dank der hohen Einnahmen aus der Feuerschutzsteuer ist es dem Land möglich, den Feuerwehren finanzielle Mittel in noch nie dagewesener Form bereitzustellen. Mit Investitionen in Rekordhöhe von rund 22 Millionen Euro erreichte das Land 2017 eine Bewilligungsquote von über 90 Prozent der zuwendungsfähigen Maßnahmen. In den kommenden Jahren wird die Hessische Landesregierung die Investitionen nochmals erhöhen. Allein die Garantiesumme für den Brandschutz in Hessen wird in diesem Jahr auf 35 Millionen Euro steigen und in 2019 noch einmal auf 40 Millionen Euro erhöht.

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