Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat heute das neue Hilfeleistungslöschboot (HLB) an die Feuerwehr Hanau offiziell übergeben und die Bedeutung des neuen Wasserfahrzeugs für den Brandschutz auf dem Main hervorgehoben. Das Land Hessen hat die Beschaffung des insgesamt 1,7 Millionen Euro teuren Löschbootes in Hanau mit einer Zuwendung in Höhe von einer Million Euro unterstützt. Die Stationierung des HLB ist Bestandteil des hessischen Gefahrenabwehrkonzepts für die Bundeswasserstraße Main.
„Mit der Übergabe des Hilfeleistungslöschboots wird die Bundeswasserstraße Main zwischen der bayerischen Grenze in Mainflingen und der Stadt Offenbach noch sicherer werden. Das 15 Meter lange Feuerwehrboot ist top ausgestattet, verfügt über zwei Motoren mit je 800 PS, Jet-Antrieb, Radar- und Wärmebildkameras und eine enorme Löschleistung von 6.000 Litern pro Minute. Mit der Stationierung in Hanau kann die Feuerwehr bei einem Einsatz auf dem Main schnell und effektiv reagieren. Ab heute ist die Bundeswasserstraße Main so sicher, wie niemals zuvor. Möge das Boot und Ihnen gute Dienste leisten und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger weiterhin stärken“, so Innenminister Peter Beuth, der zusätzlich der Feuerwehr Hanau eine Förderung in Höhe von 500 Euro übergab.
Das Hilfeleistungslöschboot wird in Hanau stationiert, weil der bisherige Einsatzbereich des Feuerlöschbootes der Feuerwehr Frankfurt von Frankfurt bis zur hessisch-bayerischen Grenze zu groß war.  Neben einer Förderung für die Anschaffung von einer Million Euro übernimmt das Land die Ausbildungskosten für das Radarpatent und fördert die laufenden jährlichen Kosten mit 66 Prozent.

Projektgemeinschaft für den Brandschutz auf dem Main

Die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz sowie die Städte Karlsruhe und Hanau hatten 2012 eine Projektgemeinschaft gebildet, um den flächendeckenden Schutz auf der Bundeswasserstraße Main zu verbessern. Hierzu wurde von allen beteiligten Projektpartnern eine gemeinsame Spezialanfertigung von vier neu konzipierten Löschbooten in Auftrag gegeben. Das Hilfeleistungslöschboot in Hanau ist nach dem Ende einer dreimonatigen Erprobungsphase das erste, welches offiziell in den Dienst gestellt wurde.  Die Nutzung und Instandhaltung des neuen Hilfeleistungslöschbootes wird von der Feuerwehr Hanau übernommen, die über 275 Einsatzkräfte bei der Freiwilligen Feuerwehr sowie 65 Beschäftigte beim Hanauer Brandschutzamt verfügt.
„Die millionenschwere Investition in sichere Wasserwege ist ein schönes Beispiel dafür, dass die Hessische Landesregierung seit vielen Jahren große Summen in den Brandschutz investiert. Um den unschätzbaren Wert des ehrenamtlichen Einsatzes der rund 80.000 Helferinnen und Helfer in den Feuerwehren sowie im hessischen Katastrophenschutz zu unterstreichen und die Arbeit vor Ort noch besser zu unterstützen, haben wir diese Investitionen nochmals erhöht. Allein die Garantiesumme für den Brandschutz in Hessen steigt in diesem Jahr auf 35 Millionen Euro und in 2019 noch einmal auf 40 Millionen Euro“, betonte Innenminister Peter Beuth. Im bisherigen Rekordjahr 2017 lag der Wert bei 22 Millionen Euro bei einer Bewilligungsquote von über 90 Prozent der zuwendungsfähigen Maßnahmen.  Im Main-Kinzig-Kreis wurden dabei alleine sechs Fahrzeuge und vier Feuerwehrhäuser mit einem Gesamtvolumen von rund 725.000 Euro gefördert.

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