Hessens Innenminister Peter Beuth hat heute die Zusatzbezeichnungen „Nationalparkstadt“ an Frankenau und „Nationalparkgemeinde“ an Vöhl sowie Edertal verliehen und dabei den Stellenwert des Nationalparks für Hessen und die Region herausgestellt. „Hessen gehört zu den waldreichsten Ländern Deutschlands und verfügt über wahre Naturschätze. Einer dieser Schätze ist der Nationalpark Kellerwald-Edersee, der auf einer Gesamtfläche von 5.738 Hektar einen der größten zusammenhängenden Buchenwälder Mitteleuropas beheimatet. Der Nationalpark zählt mittlerweile zu den größten ökologischen Strukturprojekten, die es jemals in unserem Land gegeben hat. Er ist ein wichtiges Aushängeschild der Region und erfreut sich bei Einheimischen wie bei Besuchern großer Beliebtheit“, sagte Hessens Innenminister Peter Beuth bei der Verleihung der Zusatzbezeichnung an die Nationalpark-Kommunen.

Die Zusatzbezeichnung als besonderes Prädikat

Die Städte Frankenau sowie die Gemeinden Vöhl und Edertal haben einen Antrag auf Verleihung der Zusatzbezeichnungen „Nationalparkstadt“ bzw. „Nationalparkgemeinde“ beim Hessischen Innenministerium gestellt. Vorangegangen waren die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung Frankenau sowie der Gemeindevertretungen Vöhl und Edertal, die sich mehrheitlich oder gar einstimmig für eine Antragsstellung aussprachen. „Das ist sehr erfreulich, aber auch eine erforderliche Voraussetzung für diesen wichtigen Schritt. Denn in der öffentlichen Wahrnehmung wird die Zusatzbezeichnung ‚Nationalparkstadt‘ beziehungsweise ‚Nationalparkgemeinde‘ künftig noch stärker wahrgenommen und mit den Kommunen in Verbindung gebracht werden. Die Zusatzbezeichnung ist nicht nur ein besonderes Prädikat, mit dem sich die drei Kommunen ab sofort schmücken dürfen, es ist auch ein klares Bekenntnis zur herausragenden Bedeutung des Nationalparks für die gesamte Region“, so der Innenminister. Mit der heutigen Verleihung der Zusatzbezeichnung durch den Hessischen Innenminister Peter Beuth dürfen die Stadt Frankenau und die Gemeinden Vöhl und Edertal fortan ihre Zugehörigkeit zum Nationalpark Kellerwald-Edersee auch durch die Zusatzbezeichnung im Namen zum Ausdruck bringen.

Zusatzbezeichnungen wirken identitätsstiftend

Zusatzbezeichnungen betonen die auffälligen Wesensmerkmale von Städten und Gemeinden. „Sie unterstreichen, dass Hessen ein Land der Vielfalt mit einer reichhaltigen Geschichte ist. Zusatzbezeichnungen wirken identitätsstiftend und prägen das Image der Städte und Gemeinden in der Öffentlichkeit. Sie sind zugleich aber auch Ausdruck für kommunales Selbstbewusstsein“, so der Minister. Der Nationalpark Kellerwald-Edersee ist nicht nur einer der jüngsten von insgesamt 16 Nationalparks in Deutschland, sondern auch der Einzige in Hessen.

Hintergrund zur Verleihung von Namenszusatzbezeichnungen für Städte und Kommunen

In der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) ist geregelt, dass den hessischen Städten und Gemeinden auf Antrag eine sogenannte Zusatzbezeichnung durch den Hessischen Minister des Innern und für Sport verliehen werden kann. Entscheidend dabei ist, dass diese Zusatzbezeichnung auf eine Eigenart oder Besonderheit der Kommune Bezug nimmt oder auf deren geschichtliche Vergangenheit verweist. Einige hessische Kommunen haben bereits von ihrem Recht Gebrauch gemacht und tragen zu ihrem eigentlichen Städte- und Gemeindenamen noch eine Zusatzbezeichnung, die auf ein Alleinstellungsmerkmal oder eine historisch-kulturelle Besonderheit dieser Kommune abstellt.

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