Hessens Innenminister Peter Beuth hat das KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel, kurz KOMPASS, im Hessischen Landtag vorgestellt. Nachdem die Sicherheitsinitiative zunächst in den vier Modellkommunen Hanau, Bad Homburg, Schwalbach am Taunus und Maintal gestartet ist, wird das Kommunalprogramm nun hessenweit angeboten.
„Die ersten Ergebnisse der Modellkommunen haben deutlich gemacht, dass wir mit KOMPASS die Sicherheit und auch das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger vor Ort stärken. Das blieb auch über die Modellkommunen hinaus nicht unbemerkt. Noch bevor wir KOMPASS landesweit angeboten haben, hatten bereits über 40 Kommunen Interesse an unserem Sicherheitsprogramm bekundet. Und das zu Recht. Denn mit KOMPASS holen wir alle relevanten Sicherheitspartner in den Kommunen an einen Tisch und sorgen dafür, dass alle an einem Strang ziehen“, sagte Innenminister Peter Beuth im Hessischen Landtag.
KOMPASS ist ein Angebot des Hessischen Innenministeriums an die hessischen Städte und Gemeinden. Ziel des Programms ist es, die Sicherheitsarchitektur in den Kommunen individuell weiterzuentwickeln und passgenaue Lösungen für Probleme vor Ort zu schaffen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Prävention. „Die Polizei hat viel zu bieten – gerade auch im Bereich der Prävention, damit es erst gar nicht zu Straftaten kommt. Um das Sicherheitsgefühl nachhaltig zu verbessern, brauchen wir aber auch das Zutun vieler weiterer Akteure vor Ort. Damit öffentliche Plätze nicht verkommen und dunkle Ecken in Parks nicht zu Angsträumen werden, holt KOMPASS alle Entscheidungsträger in lokalen Sicherheitskonferenzen an einen Tisch. Außerdem werden dabei auch die Sorgen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger miteinbezogen. Denn Sicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe, der wir uns mit KOMPASS als starke Gemeinschaft stellen“, so der Innenminister.

Mehr Personal für Kriminalitätsprävention

Für KOMPASS weist das Hessische Innenministerium den Polizeipräsidien jeweils zwei zusätzliche Stellen – hessenweit insgesamt 14 – zu, um so den Bereich der Prävention dort weiter zu stärken. Außerdem wurde eine Geschäftsstelle für KOMPASS beim Hessischen Landeskriminalamt eingerichtet, die mit ebenfalls zwei zusätzlichen Stellen ausgestattet ist. „Darüber hinaus werden wir 30 weitere ‚Schutzmänner vor Ort‘ landesweit einsetzen. Das erfolgreiche ‚Schutzmann-vor-Ort‘-Programm ist ein gutes Beispiel dafür, dass wir sehr leistungsstarke Bausteine im Sicherheitsportfolio des Landes haben, die sich in die Gesamtkonzeption von KOMPASS sehr gut einfügen. Wir haben KOMPASS auch deshalb entwickelt, damit sich Kommunen in dem umfangreichen Angebot an Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen der Polizei zu Recht finden und daraus die für ihre Bedürfnisse passenden Lösungen nutzen können. So bieten wir der kommunalen Familie mit KOMPASS Orientierung in allen Fragen der Sicherheit“, sagte Innenminister Peter Beuth.  

Erfolgreiche Sicherheitspartner erhalten KOMPASS-Sicherheitssiegel

Jede KOMPASS-Stadt und jede KOMPASS-Gemeinde wird bei erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem Land Hessen ihr eigenes Sicherheitssiegel erhalten. Zur Evaluierung der Initiative KOMPASS wird das Kommunalprogramm wissenschaftlich begleitet und die erfolgten Maßnahmen ausgewertet. „Jede KOMPASS-Kommune steht schon jetzt dafür, dass dort in Kooperation mit der Polizei gemeinsam an der Stärkung der Sicherheit gearbeitet wird. Wenn die ausgemachten Probleme angepackt und Lösungen erfolgreich umgesetzt wurden, werden diese KOMPASS-Kommunen mit dem Sicherheitssiegel ausgezeichnet. Die Auszeichnung mit dem Sicherheitssiegel bedeutet nicht, dass dort künftig kein Fahrrad mehr geklaut wird. Das Sicherheitssiegel steht vielmehr dafür, dass die Kommune sich in besonderem Maße für die Sicherheit ihrer Bürgerinnen und Bürger eingesetzt, deren Sorgen und Ängste aufgegriffen und gemeinsam mit der Polizei Sicherheitsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt hat. Das Sicherheitssiegel ist somit die Wertschätzung für geleistete Arbeit für mehr Sicherheit vor Ort“, so der Innenminister.  
Interessierte Kommunen können sich an kompass@hmdis.hessen.de wenden.

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