Mitten im Herzen Berlins wächst Wein: auf dem Gelände der Hessischen Landesvertretung, die wenige Minuten von Brandenburger Tor und Potsdamer Platz entfernt liegt. Dort haben Lucia Puttrich, die Hessische Ministerin für Bundesangelegenheiten und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landesvertretung am Mittwoch die diesjährige Ernte eingebracht. Unter wachsamer Aufsicht von Winzer Hannes Lewerenz wurden rund 100 Kilogramm Trauben geerntet. Sie werden in Geisenheim im Rheingau gekeltert.
„Hessen ist ein Weinland und bringt Weine von Weltrang hervor. Der Riesling hat seine Ursprünge in Hessen. Deshalb haben wir in unserer Hauptstadtvertretung natürlich auch Weinstöcke und freuen uns, dass wir in diesem Jahr auch wieder eine Ernte einfahren können. Und die Trauben sind so süß wie nie zuvor“, sagt Staatsministerin Lucia Puttrich. Wegen des sonnigen Wetters findet auch in Berlin die Weinlese in diesem Jahr besonders früh statt. 2016 wurde am 26. September gelesen, im vergangenen Jahr fiel die Weinernte witterungsbedingt aus.

2007 durch die Forschungsanstalt für Garten- und Weinbau angelegt

Der Weinberg auf dem Gelände der Landesvertretung wurde 2007 durch die Forschungsanstalt für Garten- und Weinbau in Geisenheim angelegt. Auf rund 160 Weinstöcken wachsen Trauben der Sorten Riesling, Spätburgunder sowie seit 2009 auch St. Laurent. Weil sowohl Rotwein- als auch Weißweintrauben geerntet werden, ist der hessische Hauptstadtwein ein sogenannter „Rotling“.
Voraussichtlich werden vom Jahrgang 2018 etwa 60 bis 80 Flaschen abgefüllt werden Das ist weniger als in früheren Jahren: Der Jahrgang 2015 zum Beispiel war mit 270 Flaschen besonders ergiebig. Im Handel ist der Wein aus der Hessischen Landesvertretung nicht zu kaufen. Er ist ein begehrtes Geschenk für besondere Gäste und wird außerdem bei besonderen Anlässen angeboten.

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